Russischer Rubel ist nun frei konvertierbar:
Moskau hofft damit auf Kapitalzustrom
Russland hat seine Währung, den Rubel, frei konvertierbar gemacht. Von der Währungsliberalisierung erhoffe sich Russland Wachstumsimpulse für die Wirtschaft und den Zustrom von Kapital, sagte Finanzminister Alexej Kudrin dem Fernsehsender Rossija in Moskau. Präsident Wladimir Putin hatte im Mai angeordnet, alle geplanten Maßnahmen zu einer vollständigen Konvertierbarkeit auf den 1. Juli vorzuziehen. Nach dem Kurs der Nationalbank kostete ein US-Dollar am Samstag 26,9423 Rubel, ein Euro 34,2383 Rubel.
Russische Bürger könnten jetzt in Banken überall auf der Welt unbegrenzt Konten eröffnen, sagte Kudrin. Der Präsident der Nationalbank, Sergej Ignatjew, erklärte, für Firmen und Anleger seien die Änderungen spürbarer als für die einfachen Bürger. Mit dem 1. Juli entfiele vor allem die staatliche Aufsicht über bestimmte bargeldlose Valuta-Operationen.
Der Termin Anfang Juli sei vor allem wegen des kommenden G8-Gipfels Mitte des Monats in Sankt Petersburg gewählt worden, sagte der Vorsitzende des Industriellenverbandes und Ex-Finanzminister Alexander Schochin. "Russland will zeigen, dass es zu den Ländern mit anerkannten, international gültigen Finanzstandards gehört", sagte Schochin der Agentur Interfax. Es sei nicht mit schnellen wirtschaftlichen Folgen der Konvertierbarkeit zu rechnen.
(apa)
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