Comeback in Grün-Weiß: Steffen Hofmann kommt zu Rekordmeister SK Rapid zurück
- Mittelfeldspieler erhält einen Vierjahres-Vertrag
- Rückholaktion dürfte rund eine halbe Million kosten
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Rapid hat die Rückkehr seines "verlorenen Sohnes" Steffen Hofmann perfekt gemacht. Keine sechs Monate nach dem Abschied zum Schachner-Verein TSV 1860 München kehrte der Regisseur nach Hütteldorf zurück. Klubpräsident Rudolf Edlinger hatte sich wochenlang um den Transfer des Deutschen selbst bemüht und verkündete mit Stolz: "Wir haben die Verhandlungen abgeschlossen, er unterzeichnete einen Vier-Jahres-Vertrag."
Der frühere Finanzminister sprach nach den erfolgreichen Gesprächen von einem wichtigen Transfer. "Hofmann war ein wichtiger und guter Spieler von Rapid. Ich verspreche mir von seiner Rückholung, dass sich die Mannschaft stabilisiert und jene Erfolge feiert, die wir uns alle wünschen", sagte Edlinger, dessen Truppe die vorige Saison auf dem enttäuschenden fünften Tabellenplatz abgeschlossen hatte und am Mittwoch mit einem 0:1 in Mattersburg in die T-Mobile-Bundesliga gestartet war. Über die Modalitäten des Hofmann-Transfers bzw. deren Wechselformalitäten, über die man sich erst am Freitagvormittag einigte, wurde Stillschweigen vereinbart.
Comeback wohl gegen Ried
Der Spieler hatte mit den "Sechzigern" einen bis 30. Juni 2009 gültigen Kontrakt mit einer Klausel, die ihm im Falle des Nicht-Aufstiegs in die deutsche Bundesliga für 550.000 Euro ein Auslandsengagement ermöglichte. Die gleiche Summer hatte Rapid angeblich im Winter von den Münchnern kassiert. Zum Comeback des Heimkehrers wird es sicher nicht am Sonntag im Heimspiel gegen Sturm Graz kommen, es dürfte erst am 29. Juli in Ried erfolgen. Trainer Georg Zellhofer freut sich schon jetzt: "Eine super Sache, dass es gelungen ist, Steffen zurückzuholen. Ich erwarte mir dadurch einen positiven Impuls für die kommenden Aufgaben und einen richtigen Ansporn für die gesamte Mannschaft."
"Ich bin sehr glücklich, dass es mit meiner Rückkehr geklappt hat. Ich freue mich schon auf meine zweite Zeit mit Rapid und hoffe, dass wir so schönen und erfolgreichen Fußball spielen wie in der Meistersaison", meinte Hoffmann, der den Dress mit seiner früheren Rückennummer elf erhält. Sportdirektor Peter Schöttel sagte: "Mit Steffen kehrt ein absoluter Fan-Liebling und Führungsspieler zurück. Hoffentlich können wir bald an die Erfolge seiner ersten Rapid-Zeit anschließen."
Hofmann hatte den Rekordmeister unter Trainer Josef Hickersberger 2005 als Kapitän zum Titel geführt, für den Verein 128 Pflichtspiele (109 Liga, 6 Cup, 13 Europacup), das letzte am 10. Dezember 2005 (0:2 in Salzburg) bestritten, ehe er am 2. Jänner 2006 für 550.000 Euro vom TSV 1860 als Leitwolf geholt wurde. An der Isar gelang jedoch mit den "Löwen" der angestrebte Wiederaufstieg nicht, die Münchner beendeten die Zweite Liga mit nur einem Punkt von der Abstiegszone entfernt an enttäuschender 13. Stelle.
Hofmann, der mit einer Wienerin (Barbara) verheiratet ist und eine Tochter (Sophie-Marie) hat, war nach den Stationen 1. FC Kirchheim, Würzburger FV und Bayern München Amateure 2002 vom damaligen deutschen Rapid-Trainer Lothar Matthäus zu Rapid gelotst worden, spielte sich in die Herzen der grünweißen Fans und hatte wesentlichen Anteil am ersten Titelgewinn Rapids seit 1996. 2003 avancierte er zum Rapid-Kapitän und 2004 zu Österreichs Fußballer des Jahres.
In Deutschland hat Hoffmann 23 Jugend-Länderspiele (U16 bis U18, u.a. WM-Vierter U17) und drei Einsätzen im "DFB-Team 2006" absolviert. Sein Debüt in der deutschen Liga gab er am 27. Oktober 2001 beim 2:0 der Bayern gegen den 1. FC Köln als Wechselspieler. Die Bemühungen des ÖFB, den Mittelfeldspieler einzubürgern und für das ÖFB-Team zu gewinnen, scheiterten an den FIFA-Statuten bzw. den Nachwuchseinsätzen in DFB-Auswahlen.
(apa/red)
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