Nach Doping-Skandal: T-Mobile kündigt Vertrag mit Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage
- Auch Trennung von Jan Ullrich selbst steht bevor
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Chronologie des Skandals
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Der deutsche "T-Mobile"-Radrennstall hat den bis zum Ende des Jahres befristeten Vertrag mit Rudy Pevenage, dem langjährigen Betreuer des unter Doping-Verdacht stehenden Deutschen Jan Ullrich, vorzeitig beendet. "Er hat die Kündigung", meinte Manager Olaf Ludwig am Sonntag. Angeblich hat der 52-jährige Belgier pro Saison rund 300.000 Euro als sportlicher Leiter verdient.
Bei Ullrich, der vor dem Tour-Start wegen seiner Verwicklungen in spanischen Dopingskandal suspendiert wurde, ist der vorläufige Schlussstrich offensichtlich schwieriger zu ziehen. In den Verhandlungen der Anwälte beider Parteien geht es wahrscheinlich nur noch um die Regelung der Bezüge. Für 2006 stünde Ullrich noch die geschätzte Summe von mindestens einer Million Euro zu. T-Mobile-Sprecher Christian Frommert bestätigte, dass auch eine Vereinbarung, die Ullrich eine Weiterbeschäftigung im Konzern nach dem Ende seiner sportlichen Karriere garantiert, auf dem Prüfstand steht.
Anschuldigungen erhärtet
Die Doping-Anschuldigungen gegen Pevenage und Ullrich hatten sich nach den jüngsten Enthüllungen weiter erhärtet. In einem abgehörten Telefongespräch zwischen Pevenage und dem spanischen Arzt Eufemiano Fuentes, der den Handel mit manipuliertem Blut geleitet haben soll, bedankt sich der Belgier für die "Lieferung". Ein anderer Anruf datiert vom 18. Mai, als Ullrich überraschend das Giro-Zeitfahren in Pontedera gewann. Pevenage teilte Fuentes mit, die "dritte Person" habe ein Zeitfahren gewonnen.
Zwei Tage später bat Pevenage um "mehr". Im Aktenzeichen CO.PP. 4293/06 kommt folgende Mitteilung vor: "Wir müssen noch über den Termin im Juni reden." Ullrich gewann im Juni die Tour de Suisse und glänzte dabei wieder mit einem überzeugenden Zeitfahren. Neben "dritte Person" werden Ullrich auch die Codenamen "Jan" und "Rudis Sohn" zugeordnet.
(apa/red)
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