Als erster US-Amerikaner: Tom Danielson
holt sich Sieg bei 58. Österreich-Rundfahrt
- Austro-Fahrer Pfannberger landet auf dem 3. Platz
- PLUS: Alle Zahlen und Fakten zur 58. Österreich-Tour
·Alle Glocknerkönige der Österreich-Tour
Letzter heimischer Sieger
war 2006 Bernhard Kohl
·Österreich-Rundfahrt:
Alle Zahlen & Fakten!
KLICKEN: Alle Etappen, Teams & Sieger der Tour!
·Österreich-Rundfahrt:
Top-Stars der Pedale
KLICKEN: Kurzporträts der 7 Spitzenfahrer!

Tom Danielson ist der große Sieger der 58. Österreich-Radrundfahrt. Der Topfavorit aus den USA verteidigte sein am Vortag im Zeitfahren errungenes Gelbes Trikot auf der Schlussetappe von Podersdorf nach Wien wie erwartet erfolgreich und ohne Probleme. Als bester Österreicher im Gesamtklassement belegte Christian Pfannberger Platz drei. Den Tagessieg sicherte sich der Italiener Fabrizio Guidi im Massensprint auf dem Wiener Rathausplatz.
Danielson gewann einerseits seine erste Rundfahrt in Europa und andererseits als erster Amerikaner das wichtigste österreichische Radrennen. "Dabei war ich nicht einmal in wirklich sehr guter Verfassung", meinte der 28-Jährige, der nach dem Giro d'Italia eine längere Pause eingelegt und sich auf seinen Saisonhöhepunkt, die Vuelta, vorbereitet hatte. "Dort will ich auf das Podest fahren", erklärte die große Zukunftshoffnung des Armstrong-Teams Discovery Channel.
Nach 1.042 Gesamtkilometern brachte Danielson 16 Sekunden Vorsprung auf den Ukrainer Ruslan Pidgornij ins Ziel, Pfannberger verlor auf den 129 Kilometer nach Wien noch 15 Sekunden und beendete die Rundfahrt 1:27 Minuten hinter dem Sieger als Dritter. Drei Tage hatte der Steirer nach seiner spektakulären Fahrt auf das Kitzbüheler Horn das Leader-Trikot getragen, ehe es ihm Danielson im Zeitfahren auszog.
Die Enttäuschung darüber hielt sich aber in Grenzen. "Der dritte Platz ist auch viel wert. Das ist ein guter Neustart", erklärte Pfannberger, der eine Woche nach Ablauf einer umstrittenen zweijährigen Dopingsperre sein Comeback gegeben hatte. "Wenn ich jetzt weinen würde, wäre das auch nicht ganz normal." Stattdessen duschte der 26-Jährige auf dem Siegespodest vor dem Rathaus sämtliche Hostessen und seine Konkurrenten mit Champagner.
Pfannbergers Elk-Haus-Teamkollege Thomas Rohregger gewann die Bergwertung und landete auf dem vierten Gesamtrang, Österreichs favorisierter Staatsmeister Bernhard Kohl auf dem fünften, der zweifache Rundfahrts-Sieger Gerrit Glomser auf dem achten. Danielson war voll des Lobes für die österreichische Konkurrenz. "Sie sind vor allem extrem starke Bergfahrer."
Gerhard Trampusch hatte ein Montagefehler seines Mechanikers am Samstag auf Platz sieben zurückgeworfen, nachdem eine Kurbel seines Zeitfahrrades abgefallen war. "Das ist zwar nicht die Tour de France, aber trotzdem ärgerlich. Ich wäre wohl Dritter gesamt geworden", meinte der Tiroler, der das betreffende Rad am Abend vor Wut gegen eine Hausmauer geschmissen hatte.
Einen Unfall hatten auf der Schlussetappe auch zwei eskortierende Polizisten, die nach einer Kollision mit dem Krankenwagen abtransportiert werden mussten. Guidi gewann die schnellste Etappe in der Geschichte der Österreich-Rundfahrt in nur 2:38:55 Stunden. Die 48,7 km/h Schnitt sind unerreicht. Als bester Österreicher landete Jochen Summer auf Platz fünf. Im Vorjahr hatte der Steirer die Etappe vor dem Rathaus noch gewonnen.
"Ich bin kein reiner Sprinter, daher war es für mich besonders schwierig", meinte Guidi, der in seinem Landsmann Danilo Napolitano den schnellsten Mann im Feld sah. "Er ist der Sprinter der Zukunft." Napolitano gewann zum Auftakt in Gars am Kamp und am Freitag in Graz als einziger Profi zwei Etappen der Hervis Tour 2006, die Gesamtsieger Danielson als "eines der härtesten Rennen, die es gibt" bezeichnete. "Man kann sich nie ausruhen."
Podersdorf am See - Wien/Rathausplatz (129 km):
1. Fabrizio Guidi (ITA) Phonak 2:38:55 Std. (48,7 km/h Schnitt - Rekord)
2. Marcel Sieberg (GER) Wiesenhof-Akud
3. Graeme Brown (AUS) Rabobank
4. Gerald Ciolek (GER) Wiesenhof-Akud
5. Jochen Summer (AUT) Elk Haus
6. Paolo Bossoni (ITA) Tenax
7. Wesley van der Linden (BEL) Chocolade Jacques
8. Danilo Napolitano (ITA) Lampre
9. Wolodimir Bileka (UKR) Discovery Channel
10. Massimiliano Gentili (ITA) Naturino.
Weiter:
22. Peter Pichler (AUT) Elk Haus
23. Christof Kerschbaum (AUT) Plast-Recycling
26. Tom Danielson (USA) Discovery Channel
30. Ruslan Pidgornij (UKR) Tenax
31. Gerhard Trampusch (AUT) Wiesenhof-Akud
34. Gerrit Glomser (AUT) Volksbank Vorarlberg
45. Thomas Rohregger (AUT) Elk Haus, alle gl. Zeit
80. Christian Pfannberger (AUT) Elk Haus +0:15 Min.
Gesamt-Endstand:
1. Danielson 25:09:47 Std. (41,40 km/h Schnitt)
2. Pidgornij +0:16 Min.
3. Pfannberger +1:27
4. Rohregger 2:12
5. Kohl 2:46
6. Marco Marzano (AUT) Lampre 3:32
7. Trampusch 4:12
8. Glomser 4:41
9. Jürgen van Goolen (BEL) Discovery Channel 4:54
10. Johann Tschopp (SUI) Phonak 5:05.
Weiter:
25. Michael Weiss (AUT) APOsport Linz 10:51
27. Andreas Matzbacher (AUT) Volksbank Vorarlberg 12:12
28. Harald Totschnig (AUT) Elk Haus 12:47
31. Paul Kasis (AUT) Plast-Recycling 13:40
32. Jürgen Pauritsch (AUT) APOsport Linz 13:40
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba14:02
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
