"Kann nicht in England bleiben": Cristiano Ronaldo steht vor Abschied aus Manchester
- Portugals Jungstar will bald zu Real Madrid wechseln
- Rote Karte gegen Teamkollegen Rooney gefordert
Portugals Jungstar Cristiano Ronaldo will nach der Fußball-WM nicht zu seinem Verein Manchester United zurückkehren und strebt einen Wechsel nach Spanien an. "Ich kann nicht in England bleiben. Jeder weiß, dass es mein Traum ist, in Spanien zu spielen", sagte er nach der 1:3-Niederlage gegen Deutschland im Spiel um Platz drei am Samstagabend in Stuttgart.
Ronaldo war in England öffentlich heftig kritisiert worden, weil er beim Viertelfinale die Rote Karte gegen seinen Manchester-Vereinskollegen Wayne Rooney gefordert hatte. Rooney hatte in der 62. Spielminute seinem Gegenspieler Ricardo Carvalho in den Unterleib getreten. Ronaldo rannte daraufhin zum Unparteiischen, um gegen Rooneys Aktion zu protestieren. Rooney schubste den Portugiesen deshalb zur Seite. Nach dem Platzverweis für den englischen Jungstar zwinkerte Ronaldo mit den Augen auffällig Richtung portugiesischer Bank. Portugal gewann das Spiel nach Elfmeterschießen und zog ins Halbfinale ein. Rooney erhielt für seine Attacke eine Sperre von zwei Pflichtspielen.
Ronaldo kündigte nun an, in den kommenden zwei bis drei Tagen seine Zukunft klären zu wollen. Den Engländern warf er vor, aus dem Vorfall einen Sturm im Wasserglas gemacht zu haben: "Es ist schwer zurück in ein Land zu gehen, in dem man nicht willkommen ist."
Seit Tagen halten sich hartnäckig Gerüchte, Real Madrid sei der künftige Klub des als arrogant und egozentrisch geltenden 21-Jährigen. Der neue Madrider Trainer Fabio Capello äußerte sich zurückhaltend zu den Avancen: "Cristiano Ronaldo ist ein großartiger Spieler, aber er ist ein Spieler von Manchester United. Fußballer wollen immer bei Real Madrid spielen, und wir freuen uns auch über sein Interesse."(apa/red)
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