Golden-League-Meeting in Paris: 400-m- Läufer Jeremy Wariner weiter souverän!
- 43,91 Sekunden: Neue Jahresweltbestleistung
- Hindernisläufer Günther Weidlinger nur Zehnter
Olympiasieger und Weltmeister Jeremy Wariner aus den USA hat mit der 400-m-Jahresweltbestzeit von 43,91 Sekunden seine Anwartschaft auf sechs Siege beim Golden-League-Meeting der Leichtathleten in Paris und einen Jackpotanteil von insgesamt einer Million Dollar (783.000 Euro) angemeldet. Noch nie war Wariner schneller, er nimmt Rang sieben in der Weltbestenliste aller Zeiten ein. Günther Weidlinger musste sich über 3.000 m Hindernis mit dem zehnten Platz begnügen.
Der Oberösterreicher verfehlte die angepeilten 8:15 klar und kam mit 8:20,91 Minuten ins Ziel. Weidlinger hatte bereits in der ersten Hälfte des Rennens einen Rückstand aufgerissen und konnte trotz einer ansprechenden Schlussphase die selbst gesteckten Erwartungen nicht erfüllen.
Für weitere Saisonbestwerte neben Wariner sorgten Hallen-Weltmeister Terrence Trammell (USA) über 110 m Hürden in 13,06 Sekunden und die Russin Julja Tschischenko in 3:55,68 Minuten über 1.500 m. Ihre Landsfrau und Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa erzielte bei ihrem ersten Saisonwettkampf mit 4,76 Meter ebenfalls einen Bestwert, von der Weltrekordform ist sie aber noch ein Stück entfernt. Nach seiner Niederlage in Oslo behauptete sich der Äthiopier Kenenisa Bekele über 5.000 m ebenfalls in Saisonbestzeit von 12:51,32 Minuten und kann noch auf fünf Siege und einen Jackpotanteil hoffen.
Zu den Höhepunkten des Abends zählten die 100-m-Sprints. Dabei bewies Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) trotz eines Fehlstarts in 9,85 Sekunden seine Klasseform mit einem runden Rennen vom Start bis ins Ziel. Sechs Siege dürften für den 23-Jährigen kein Problem sein, stellt sich ihm nicht Olympiasieger und Weltmeister Justin Gatlin (USA) in den Weg. Marion Jones (USA) siegte bei ihrem ersten Europastart in diesem Jahr in 10,92 Sekunden und ist damit die zweitbeste Läuferin des Jahres hinter Sherone Simpson (Jamaika/10,82), die in 10,98 Sekunden Zweite wurde.
Nur noch vier von elf Sieger der ersten Station in Oslo haben ihre Erfolge wiederholt. Neben Powell und Wariner konnte sich Helsinki-Weltmeisterin Tirunesh Dibaba über 5.000 m in 14:54,24 Minuten im packenden Spurtduell gegen ihre äthiopische Landsfrau, Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Meseret Defar (14:54,30), behaupten, die damit auch nicht mehr für einen Anteil für fünf Siege in Frage kommt. Auch die WM-Zweite Sany Richards (USA) war über 400 m in 49,73 Sekunden vor der Bulgarin Wanja Stambolowa (49,96) ungefährdet.
Für sieben Oslo-Gewinner setzte es damit Niederlagen, die nun genau wie ihre Bezwinger auf fünf Siege und einen Anteil aus 500.000 Dollar setzen müssen. (apa)
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