FIFA-Bann zeigt Wirkung: Griechenlands Regierung ändert nun das Sportgesetz
- Unabhängigkeit des nationalen Verbandes garantiert
·FIFA droht Griechen- land mit einem "Bann"
Blatter: Bewährungsfrist läuft noch bis zum 15. Juli
·FIFA hebt Sperre gegen Griechen auf
Nach Abänderung von Sportgesetz im Parlament
Griechenlands Politik ist fieberhaft bemüht, drei Tage nach der Suspendierung des nationalen Fußball-Verbandes (HFF) durch die FIFA zu schlichten. Wie die griechische Presse am Donnerstag berichtete, hat der für Sport zuständige Vizeminister Georgios Orfanos dem Fußball-Weltverband in einem Brief mitgeteilt, dass er alle notwendigen Änderungen in einem neuen griechischen Sportgesetz durchführen wird. Die geforderte Unabhängigkeit des HFF soll garantiert werden.
In diesem Fall dürfte der regierende Europameister doch an der Qualifikation für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz teilnehmen. Wie die Athener Zeitung "Kathimerini" berichtete, haben hohe FIFA-Funktionäre in Telefonaten Orfanos "klipp und klar" gesagt, dass der Bann nur dann aufgehoben werde, wenn im neuen griechischen Sportgesetz der HFF allein über seine Belange entscheide.
Die Änderungen präsentierte Orfanos am Donnerstag dem zuständigen Parlamentsausschuss. Anschließend schickte er einen Brief an die FIFA, in dem versichert wird, dass die FIFA-Forderungen in die Tat umgesetzt werden. Das Sportgesetz soll am kommenden Dienstag vom griechischen Parlament verabschiedet werden. Am kommenden Mittwoch werde die FIFA erneut über die jüngsten Entwicklungen beraten, hieß es weiter.
Das erwartete Einlenken von Orfanos erfolgte einen Tag, nachdem die griechischen Spitzenklubs Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus die politische Führung des Landes und den nationalen Fußball-Verband zur Lösung des Streits mit der FIFA aufgerufen hatten. Die beiden größten Klubs des Landes kündigten andernfalls rechtliche Schritte gegen alle Verantwortlichen an, sollte die Suspendierung der griechischen Klubs von internationalen Wettbewerben aufrechterhalten bleiben. Ihnen droht ansonsten ein Verlust von rund 26 Millionen Euro.
(apa/red)
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