Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident: Deutschkurs-Pflicht für Einwanderer-Kinder
- "Wer hier leben will, muss Alltagskultur akzeptieren"
Eine Woche vor dem Integrationsgipfel im deutschen Kanzleramt hat der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber verpflichtende Deutschkurse für Kinder aus Einwandererfamilien gefordert. "Wer bei uns in Deutschland leben will, muss sich auch in unsere Alltagskultur integrieren", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag" laut einer Vorausmeldung. Wer in Deutschland lebe, müsse Deutsch verstehen und sprechen können.
Außerdem dürften Eltern kein Recht haben, ihre Kinder vom Schulunterricht auszuschließen, etwa von Sport- und Biologieunterricht und von Klassenfahrten. Sanktionen "bis hin zur Kürzung von Sozialleistungen" forderte der CSU-Chef für Einwanderer, die nicht an Integrationskursen teilnehmen. "Wir müssen das Prinzip Fördern und Fordern durchsetzen, wenn wir gemeinsam mit unseren ausländischen Mitbürgern gut zusammenleben wollen", sagte Stoiber.
(apa)
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