Ausnahmezustand in Berlin nach Unwetter: 1.200 Einsätze der Feuerwehr in Hauptstadt
- Überflutungen, Blitzschlag. WM-Konzert abgesagt
- Prognose: So wird Wetter heute & in nächsten Tagen
·Unwetterfront über NÖ, OÖ & Steiermark
Tausende Feuerwehrleute
im Einsatz - Sachschäden
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Immer top-aktuell: Die Prognosen für heute und die nächsten Tage
·BILDER: Unwetter verwüsten Österreich
Überschwemmungen
und zerstörte Häuser
·Flut-Katastrophe '05 nicht überwunden
Auswirkungen des Hoch-wassers noch spürbar
Schwere Unwetter in vielen Teilen Deutschlands: In Ostbrandenburg wurde ein 47-Jähriger vom Blitz erschlagen. In der Nacht auf Samstag überfluteten schwere Regengüsse Straßen, Sturmböen entwurzelten Bäume und deckten Dächer ab. Eine Unwetterfront versetzte Berlin am Freitagabend in einen siebenstündigen Ausnahmezustand. Mehrere Großveranstaltungen wurden abgesagt. Auf der WM-Fanmeile am Brandenburger Tor stand das Wasser zeitweise knöcheltief.
In Berlin mussten Polizei und Feuerwehr 1.190 Mal ausrücken. Hier prasselten am Freitag von 17.00 bis 18.00 Uhr mehr als 30 Liter pro Quadratmeter nieder. Das entspricht nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia etwa der Hälfte der Regenmenge, die im Juli durchschnittlich in Berlin fällt. Mit mehr als 800 Kräften pumpten die Retter Hunderte Keller leer und räumten umgestürzte Bäume sowie weggeflogene Bauteile von den Straßen, teilte der Lagedienst am Samstag mit.
Wegen der Regengüsse fielen aus Sicherheitsgründen ein geplantes deutsch-afrikanisches Konzert im Rahmen der Fußball-WM aus. Die FIFA sagte das Konzert auf der Fanmeile ab, weil die Bühne durchnässt war und Probleme mit der Elektrizität befürchtet wurden. Die Avus - die Stadtautobahn der Hauptstadt - war am Samstagvormittag laut Polizei überschwemmt und musste stadteinwärts gesperrt werden.
Im nordhessischen Korbach geht die Polizei nach ersten Schätzungen von "mehreren hunderttausend Euro" Schaden infolge der Unwetter aus. Binnen einer guten halben Stunde waren am Freitagmittag 60 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen.
In Potsdam überfluteten heftige Regengüsse und Gewitter in der Nacht auf Samstag Keller, Straßen und Tiefgaragen. Laut Wetterdienst Meteomedia fielen am Samstagmorgen in zwei Stunden 55 Liter pro Quadratmeter. So viel regnet es normalerweise im ganzen Juli.
Ein kräftiges Gewitter mit heftigen Regenfällen hielt am Freitagabend die Feuerwehren in Mainz und Umgebung in Atem. Auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt wurden etliche Straßen überschwemmt und Bäume entwurzelt.
(apa/red)
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