Freitag, 7. Juli 2006

Braunbär greift zwei Wanderer an: Paar übersteht Begegnung nur mit Kratzspuren

  • Polizeipatrouille konnte Tier in die Flucht schlagen
  • Schon 3. Bärenattacke in einem Monat in Rumänien

Kaum hat man Bruno "beseitigt", taucht der nächste Problembär auf. In den rumänischen Südkarpaten hat ein Braunbär zwei Wanderer angegriffen. Die junge Frau und der junge Mann kamen mit Kratzwunden davon. Eine zufällig vorbeigekommene Polizeipatrouille hat den Bären in die Flucht geschlagen.

Die Bärenattacke war die dritte binnen eines Monats in Rumänien. Im Juni war in Brasov (Kronstadt) ein Mann von einer Bärin verletzt worden. Er war ihr und ihren zwei Jungen beim Spaziergang mit seinem Hund am Stadtrand begegnet. Zuvor war ein Jugendlicher von einem Jungbären verletzt worden.

Der Raum Brasov mit dem nahen Bucegi-Gebirge ist eine der beliebtesten Touristenregionen Rumäniens. Die dort lebenden Bären sind weniger menschenscheu als ihre Artgenossen in einsameren Regionen. Am Stadtrand von Brasov durchsuchen Bären zudem regelmäßig die Mülltonnen nach Nahrung und werden auch von den Bewohnern gefüttert.

In Rumänien gibt es mit rund 5.000 Exemplaren eine der größten Braunbären-Population Europas. (apa/red)

7.7.2006 14:38