Chinesische Ärzte trennten siamesische Zwillinge: Beide Mädchen haben überlebt
- Zustand der elf Monate alten Babys ist stabil
- Blase, Gebärmutter, Becken, Darm, Leber getrennt
Chinesische Ärzte haben ein siamesisches Zwillingspärchen voneinander getrennt, das von der Brust bis zur Hüfte zusammengewachsen war. Wie die Zeitung "Shanghai Daily" berichtete, überstanden beide Schwestern die komplizierte 13-stündige Operation im Kinderkrankenhaus der Fudan-Universität in Schanghai einigermaßen gut.
Der Zustand der elf Monate alten Babys sei stabil, sie seien aber noch nicht außer Gefahr. Beide Mädchen haben nach Angaben der Mediziner angeborene Herzfehler. Sie müssten deswegen noch mehrfach operiert werden. Während Zwilling Chen Jingni bereits auf die Intensivstation verlegt werden konnte, blieb die schwerer herzkranke Hu Jingxuan zunächst vorsichtshalber im Operationssaal.
Bei der Operation wurden Blase, Gebärmutter, Becken, Darm, Leber und Herzbeutel getrennt. "Die Fehlbildung der Zwillinge war sehr selten und die Trennung war die erste ihrer Art in der Welt", sagte Klinikchef Gui Yonghao. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung des Operationsteams, das aus 27 Ärzten, sieben Anästhesisten und acht Krankenschwestern bestand. Schon dass nur ein Kind überlebt habe, sei ein Wunder: "Wir haben es geschafft."
Die Eltern der Mädchen sind Bauern aus Taizhou, einer Stadt in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Die Kosten für die Operation, die die Ärzte auf 20.000 US-Dollar (15.705 Euro) schätzen, spendete ein Wirtschaftsverband aus der Heimatstadt der Zwillinge.
(apa/red)
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