Weil Eltern mit AIDS infiziert waren: Bub in Indien zündet sich selbst an und stirbt
- Junge konnte mit der "Demütigung" nicht umgehen
Ein indischer Bub aus dem Bundesstaat Gujarat hat sich verbrannt, weil seine Eltern beide mit dem Aids-Virus infiziert sind und er sich deswegen gedemütigt fühlte. Der Bub habe sich vergangene Woche angezündet und sei am Sonntag seinen Verbrennungen erlegen, meldete die Nachrichtenagentur Press Trust of India unter Berufung auf die Polizei. Er sei nicht mit der "Demütigung" fertig geworden, dass seine Eltern beide HIV-positiv seien. Nachdem das Virus bei ihnen vor zwei Jahren festgestellt worden sei, sei der Bub nicht mehr regelmäßig zur Schule gegangen.
Das Aids-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) hatte im Juni erklärt, dass in Indien 5,7 Millionen Menschen mit dem Aids-Virus infiziert seien, so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Indien bestritt dies und gab an, die tatsächliche Zahl liege bei 5,2 Millionen.
(apa)
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