Sonntag, 9. Juli 2006

Blitzschläge fordern vier Verletzte: Musikgruppe auf See & Bergtour getroffen

  • Auch in Rumänien heftige Gewitter - ein Mann tot
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Blitzschläge haben in Österreich vier Verletzte gefordert. Am Stausee Ottenstein (Bezirk Krems) wurden zwei Männer (31 und 59) aus einer Musikgruppe, die zuvor von einer schwimmenden Bühne aus ein Konzert gegeben hatte, von einem Blitzschlag indirekt getroffen. Zwei weitere Personen aus Salzburg wurden bei einer Bergtour auf den Seekofel in den Lienzer Dolomiten von einem Blitz getroffen und verletzt.

Im ersten Fall schlug im Zuge eines heraufziehenden Gewitters mit starken Regenfällen ein Blitz nahe der Bühne im See ein, brach unter dem Druck die Überdachung ein, das herabstürzende Wasser beschädigte die Instrumente. Daraufhin verließen die Bandmitglieder die Bühne und begaben sich auf den Erholungswaldweg am See.

Als sich die zwei Männer gerade unmittelbar neben einem Getränke- Verkaufsstand befanden und dort an einem Metallgeländer anlehnten, schlug abermals ein Blitz in den See ein. Die Musiker erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Sie wurden nach der Erstversorgung durch den Notarzt ins Krankenhaus Zwettl eingeliefert.

Auch Bergtour getroffen
Von einem Blitz getroffen und verletzt wurden auch zwei Salzburger bei einer Bergtour auf den Seekofel in den Lienzer Dolomiten. Einer der Männer sei kurz bewusstlos gewesen, der Zweite habe Gefühlsstörungen an der linken Körperseite davongetragen. Das genaue Verletzungsausmaß sei noch unbekannt, dürfte jedoch "wahrscheinlich nicht so tragisch" sein, sagte die Polizei in Sillian der APA. Drei Zweierseilschaften verschiedener Bergrettungen aus dem Bundesland Salzburg waren in Richtung des 2.730 Meter hohen Gipfels unterwegs gewesen. Etwa zwei Seillängen unterhalb ihres Zieles wurden die zwei Salzburger Opfer des Blitzes.

In Rumänien wurde ein Mann in der nordrumänischen Bergregion Harghita tödlich von einem Blitz getroffen. Seine Frau und seine drei Kinder überlebten den Blitzschlag, wurden jedoch lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die fünfköpfige Familie befand sich auf freiem Feld am Dorfrand, als ein heftiges Gewitter ausbrach. (apa/red)

9.7.2006 22:38