Sonntag, 9. Juli 2006

Oranger Wahlkampf statt Privatwirtschaft? Gorbach macht vielleicht doch noch weiter

  • Vizekanzler überlegt Kandidatur für BZÖ Vorarlberg
  • Frage soll bis Mitte Juli entschieden werden

Vizekanzler Hubert Gorbach schließt nicht völlig aus, als Spitzenkandidat des BZÖ Vorarlberg in den Nationalratswahlkampf zu ziehen. Es wäre eine interessante Aufgabe, er möchte aber Beschlüssen nicht vorwegnehmen. Der geplante Wechsel in das Tourismusimperium von Walter Klaus sei weiterhin offen, so Gorbach im ORF Radio Vorarlberg.

Der frühere Vorarlberger FPÖ-Obmann und BZÖ-Gründungsmitglied Gorbach will sich im Wahlkampf noch einmal voll engagieren, um den Einzug des BZÖ in den Nationalrat sichern zu helfen. In Vorarlberg seien 10 Prozent das angestrebte Ziel, sagte Gorbach. Entscheidend werde der persönliche Kontakt mit den Wählern sein. Auf die Frage, ob er im Ländle BZÖ-Spitzenkandidat sein könnte, meinte der Vizekanzler im ORF-Interview: "Das wäre ja wirklich eine interessante und lustige Aufgabe", aber er möchte den laufenden internen Beratungen nicht vorgreifen.

Für den Spitzenkandidaten des BZÖ Vorarlberg bestünden "mehrere Möglichkeiten" - von bekannten Lokal- und Regionalpolitikern bis zu Quereinsteigern. Endgültig entschieden werde die Frage voraussichtlich "übernächste Woche", bis Mitte Juli werde der BZÖ-Kandidat im Ländle daher "ein Geheimnis bleiben", gab sich Gorbach ungewohnt kryptisch. (apa/red)

9.7.2006 14:00