Ziele der FPÖ bei Nationalratwahl 2006: Hoffen auf Grundmandate in Wien, NÖ & OÖ
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Die FPÖ hofft, bei der Nationalratswahl im Herbst Grundmandate in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich zu erringen. In Kärnten hegen die Freiheitlichen keine großen Hoffnungen. "Kärnten ist kein Hauptkampfgebiet, wir konzentrieren uns auf die Ballungsräume", sagte Wahlkampfleiter und Generalsekretär Herbert Kickl zur APA. Ihre Wählerschaft erweitern will die FPÖ um "frustrierte Rote".
An den klassischen FPÖ-Themen wie Ausländer und Sicherheit wird sich im Wahlkampf laut Kickl erwartungsgemäß nichts ändern. Zu erwartende Slogans wollte der Wahlkampfleiter freilich nicht preisgeben, er verriet aber so viel: Man werde Botschaften "zuspitzen" und "pointiert auf den Punkt bringen" und "sagen, was die Leute denken".
Linksgerichtet sieht Kickl die FPÖ hingegen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Das dürfte nicht zuletzt als Signal an "frustrierte" SPÖ-Wähler verstanden werden, die täglich bei der FPÖ anrufen würden, wie Kickl meinte. Er rechnet mit rund 400.000 roten Stimmen, die nach dem ÖGB-BAWAG-Skandal "am Markt liegen". Bei Bundeskanzler Schüssel hätten diese Wähler "keine Alternative", weil dieser die Arbeitnehmervertretung "mit zerhackt" und die SPÖ "kastriert" habe.
Das BZÖ, das ja ebenfalls auf die Stimmen enttäuschter SPÖ-Wähler abzielt, bezeichnete Kickl als "politischen Postkasten an der Hausmauer der ÖVP". Und der Kärntner Landeshauptmann Haider würde mit der Ortstafel-Debatte "die Republik und das Bundesland stalken".
Die Kandidaten für die Bundesliste wollen die Blauen erst nach der Festlegung des Wahltermins bekannt geben. Fix ist bereits, dass FPÖ- Vize und Niederösterreichs Landeschefin Rosenkranz den zweiten Platz hinter Parteiobmann Strache bekommen wird. (apa/red)
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