Mordalarm in Oberösterreich: 68-jähriger Gastwirt mit Bein eines Sessels erschlagen
- Polizei: Letzter Gast gilt als Hauptverdächtiger
- Täter schlug rund 60 Mal auf das Opfer ein

Mit 60 Schlägen mit einem Sessel ist ein 68-jähriger Wirt in Lambach im Bezirk Wels-Land ermordet worden. Die Lebensgefährtin des Opfers fand die blutüberströmte Leiche in der Gaststube. Als Täter verdächtigte die Polizei den letzten Gast, der mit dem Opfer im Lokal war.
Als die 76-jährige Lebensgefährtin des Opfers kurz vor Mitternacht schlafen ging, war der Wirt noch mit einem Gast allein in der Stube. In der Nacht wurde die Frau munter und fand ihren Lebensgefährten tot am Boden in der Gaststube. 60 Mal war mit einem Sessel auf ihn eingeschlagen worden. 20 Schläge trafen den Kopf des Opfers, ergab die Obduktion.
Bei einer Befragung durch die Polizei am Vormittag hatte der letzte Gast ein Alibi und konnte einen Zusammenhang mit dem Mord glaubhaft in Abrede stellen. Spätere Recherchen zur Chronologie der Tat ergaben aber, dass der Mord bereits um kurz nach Mitternacht verübt wurde, was die Spur wieder auf den Gast brachte.
Ein Zeuge hatte kurz nach Mitternacht einen Verdächtigen in der Nähe des Lokals beobachtet. Sein Hund hatte den Mann außergewöhnlich laut angebellt. Laut Polizei ist es durchaus wahrscheinlich, dass das Tier vom Blutgeruch an der Kleidung des Opfers angezogen wurde. Auch die Personenbeschreibung des Zeugen passte auf den Gast.
Die Sicherheitsdirektion vermutet, dass der Mann mit dem Wirt in Streit geraten war. Kurz nach Mitternacht folgte dann die brutale Tat.
Ein Geständnis hatte der Mann vorerst nicht abgegeben. Die Polizei wartet nun die Ergebnisse der DNA-Untersuchung ab und sucht weiter nach Augenzeugen. Ein Teil der Tatwaffe, das Sesselbein, wurde hinter dem Haus in einem Teich gefunden. (apa)
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