Samstag, 8. Juli 2006

Scharfe Mine aus 2. Weltkrieg gefunden:
In Graz bei privaten Grabungen entdeckt

  • Fund wurde sichergestellt und kontrolliert gesprengt

Bei Grabungsarbeiten auf einem privaten Grundstück in Graz-Andritz ist es am Freitag zu einem Kampfmittelfund aus dem Zweiten Weltkrieg gekommen. Bei den Erdarbeiten kam ein topfähnlicher Gegenstand zu Tage. Sprengstoffsachverständige wurden gerufen, die Fachleute identifizierten das Kriegsrelikt als noch scharfe Mine, wie die Sicherheitsdirektion Steiermark mitteilte.

Der Gegenstand wurde auf dem Anwesen einer 45-jährigen Grazerin am Pfangberg im nordöstlichen Stadtbezirk Andritz gefunden. Die Experten des Entminungsdienstes erkannten das topfförmige Gebilde als eine noch detonationsfähige "S-Topfmine" deutscher Herkunft. Das Kampfmittel wurde sichergestellt und kontrolliert gesprengt. "S-Topfminen" sind Sprengkörper, sich gegen Personen richten, wobei "S" für Schütze steht.

Belgier trug Granate in Tiroler Tourismusbüro
An einen recht ungewöhnlichen Ort, nämlich in das Tourismusbüro, hat ein Belgier im Außerferner Holzgau eine gefundene Granate getragen. Das Büro entschärfte das Kriegsrelikt nicht selbst, sondern verständigte die Polizei.

Der Tourist hatte die verrostete Granate in einem Bachbett gefunden. Sie war nicht riesengroß - in etwa zehn Zentimeter lang, berichtete die Polizei in Elbigenalp. Der Vorfall hatte sich bereits am Dienstag zugetragen, war aber erst am Samstag publik geworden.
(apa)

8.7.2006 11:45