Sonntag, 9. Juli 2006

Hilfe für den Intensivwahlkampf: BZÖ will Susanne Riess-Passer als Unterstützerin!

  • NEWS: Ex-Vizekanzlerin soll Westenthaler helfen
  • Strategie: 'Nostalgie wecken' & BZÖ attraktiv machen

Peter Westenthaler ist stets voll des Lobes für seine ehemalige Chefin Susanne Riess-Passer. Dann schwärmt er von den "glorreichen Zeiten der besten Vizekanzlerin der zweiten Republik". Diese Lorbeeren für die Exchefin verteilt der neue BZÖ-Chef freilich auch aus zutiefst eigennützigen Motiven. Denn der ehemalige FPÖ-Klubobmann hofft, dass die Exvizekanzlerin ihn im Intensivwahlkampf unterstützt.

Zugesichert hat die Wüstenrot-Direktorin ihrem einstigen politischen Wegbegleiter bisher allerdings nur eine dezente Hilfe. So will sich die Ex-FP-Chefin im Wahlkampf "positiv über Westenthaler und das BZÖ äußern", berichten BZÖ-Insider. Westenthaler hat gegenüber Vertrauten allerdings erklärt, dass "die Susanne auch bei Veranstaltungen" mit ihm auftreten würde. Bei offiziellen Politveranstaltungen kann die Managerin sich freilich nicht aktiv beteiligen, da Wüstenrot dies nicht wirklich goutieren würde. Sie kann allerdings bei quasi informellen BZÖ-Festen und Wahlveranstaltungen als Überraschungsgast auftreten.

Solche gezielten Riess-Passer-Einsätze plant derzeit jedenfalls BZÖ-Werber Gernot Rumpold. Das orange Kalkül ist klar: Riess-Passer solle eine "Nostalgie wecken" und das angeschlagene BZÖ wieder attraktiv machen. Jörg Haider wird sich hingegen ganz auf Kärnten "konzentrieren".

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9.7.2006 14:00