Starker Rückgang bei Asyl-Anträgen:
Minus 31 Prozent im ersten Halbjahr
- Im Juni gab es sogar ein Absinken um 41,5 Prozent
- Innenministerium: "Faires" Asylgesetz zeigt Wirkung
Die Zahl der Asylanträge ist weiterhin deutlich rückläufig. Im ersten Halbjahr 2006 wurden nach neuesten Angaben des Innenministeriums 6.344 Anträge verzeichnet, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 9.168 gewesen. Das ist ein Rückgang um 30,8 Prozent.
Der abgelaufene Juni brachte gar ein Absinken um 41,5 Prozent (von 1.669 auf 976). Legt man das Verhältnis vom ersten Halbjahr 2005 zum Gesamtjahr 2005 auf das heurige Jahr um, käme man auf eine Zahl von Asylanträgen für 2006 von insgesamt knapp 15.000. Dies wäre weniger als die Hälfte der Anträge aus dem Jahr 2003.
Im Innenministerium hieß es dazu, dass das neue Asylgesetz Wirkung zeige. Es wurde neuerlich betont, dass das Asylgesetz das fairste und schnellste in Europa sei. Die Zahlen würden beweisen, dass Österreich für Asylshopping und Asylmissbrauch unattraktiv geworden sei. Deutlich werde der Rückgang auch und vor allem in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen, wo mit rund 500 Asylwerbern ein historischer Tiefstand erreicht worden sei. Ende 2005 seien es noch über 1.600 Asylwerber gewesen.
(apa/red)
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