Wie kann so etwas passieren? Tödlich Verunglückter zum Zivildienst einberufen
- Niederösterreicher starb vor sechs Wochen bei Unfall
Ein tödlich verunglückter St. Pöltner ist in Niederösterreich versehentlich zum Zivildienst einberufen worden. Der Bursch hätte laut einem Medienbericht am 3. Juli seinen Dienst beim Roten Kreuz antreten sollen. Sechs Wochen zuvor war er bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Auf APA-Anfrage, weshalb die Einberufung erfolgt sei, hieß es aus dem Büro von Innenministerin Liese Prokop (V): "Unsere Beamten sind auf entsprechende Informationen angewiesen. Wenn diese rechtzeitig erfolgen, dann passiert so etwas natürlich nicht. Wir werden die Abläufe weiter optimieren und bedauern diesen tragischen Einzelfall aufrichtig."
Der "Kurier" ortete in seinem Bericht "peinliche und pietätlose Fehler [...] bei der Zuweisung von Zivildienern". Den Berichten zufolge hätte auch ein 18-Jähriger am vergangenen Montag seinen Zivildienst beim Roten Kreuz antreten sollen. Der Mann rüstet am Freitag bereits wieder ab - und zwar beim Bundesheer. "Ich wurde von der Zivildienst-Serviceagentur zwei Mal abgelehnt. Daraufhin hab ich mich beim Bundesheer gemeldet", wurde der Niederösterreicher zitiert.
(apa)
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