Soforthilfe für Hochwasser-Opfer ist fix:
Land NÖ stellt 3,5 Mio. zur Verfügung
- Weitere 1,5 Mio. Euro für Sanierung der Infrastruktur
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Als Soforthilfe für die Hochwasseropfer im nördlichen Waldviertel stellt das Land Niederösterreich fünf Millionen Euro zur Verfügung. "Und diese Schadensgelder des Landes werden auch möglichst rasch an die Betroffenen ausbezahlt", erklärte Landeshauptmann Erwin Pröll (V) zum Beschluss der NÖ Landesregierung.
3,5 Mio. Euro werden für die Betroffenen bereitgestellt, 1,5 Mio. Euro für die Sanierung der Infrastruktur in den betroffenen Regionen. Laut dem Landespressedienst arbeiten die Sachverständigen des Landes sowie die von den Gemeinden eingerichteten Schadenskommissionen bereits "mit Hochdruck" an der Erhebung der Schäden. Alle eintreffenden Schadensmeldungen werden sofort abgewickelt, damit die Auszahlungen so rasch wie möglich erfolgen können, so Pröll.
In der Nacht zum vergangenen Freitag hatten heftige Regenfälle im nördlichen Waldviertel zu massiven Überschwemmungen geführt. In Raabs stand der ganze Hauptplatz unter Wasser. Allein im Bezirk Waidhofen an der Thaya sollen an die 1.500 Objekte betroffen sein, in Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Gmünd, Horn und Hollabrunn. In der Region an der Thaya war dies bereits das zweite Hochwasser in diesem Jahr: Ende März standen rund 1.000 Feuerwehrleute im Einsatz, beim jüngsten Ereignis waren es knapp 3.500.
Brunnenwasser nicht benutzbar
Abgesehen von Millionenschäden an Häusern und Objekten hat das jüngste Hochwasser auch zahlreiche Hausbrunnen in Mitleidenschaft gezogen. In vielen Orten ist das Brunnenwasser verseucht. Allein im 1.750 Einwohner zählenden Dobersberg gibt es rund 400 Hausbrunnen. Die Hälfte der Brunnen dürfte nach Schätzungen der Gemeinde verschmutzt sein, berichtete der ORF NÖ.
Das verschmutzte Wasser wird nun ausgepumpt. Vor einer Wiederinbetriebnahme der Brunnen muss das frische Wasser auf Keimfreiheit untersucht werden.
(apa/red)
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