160-Teststrecke ist beendet: Nach viel Kritik soll Auswertung nun Zukunft klären
- Ergebnisse gibt es erst in sechs bis acht Wochen
- 12 km A10-Abschnitt nun wieder "normal" befahrbar

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Anstieg von Unfallopfern, Umweltbelastung & Lärm
Nach zwei Monaten endete mit Ende Juni der Testversuch für Tempo 160 auf der Tauernautobahn in Kärnten. Seit dem 2. Mai war dort auf einem zwölf Kilometer langen Abschnitt zwischen Spittal/Drau und Paternion eine je nach Witterungsverhältnissen und Verkehrsaufkommen flexible Geschwindigkeitsregelung mit einem erlaubten Maximum von 160 Stundenkilometern praktiziert worden. Jetzt werden die Daten im Verkehrsministerium ausgewertet.
Begonnen hatte alles mit Demonstrationen von Greenpeace und Grünen, wodurch zu Beginn des Versuchs die Autobahn zeitweise gesperrt war. Danach hatte es noch eine Protestaktion unter Federführung des Klagenfurter SPÖ-Bürgermeisters Gerhard Köfer gegeben, doch dann beruhigten sich die Gemüter weitgehend.
Zur Halbzeit hatte Verkehrsminister Hubert Gorbach eine positive Zwischenbilanz des Tests gezogen: Von mehr als 580.000 gezählten Autofahrern sei ein Drittel auf besagten zwölf Kilometern mit 145 bis 155 km/h und rund 15 Prozent mit 160 km/h unterwegs gewesen. Auf diesem Abschnitt gab es durchgehend eine Section Control zur Überwachung der Geschwindigkeiten.
Vergangenen Freitag wurde die gesamte technische Anlage des Geschwindigkeitstests abgeschaltet. Nach der Auswertung aller Daten wird dann die weitere Vorgangsweise mit Experten besprochen.
Erste Ergebnisse erst in sechs bis acht Wochen
Erste Ergebnisse zum Testversuch sollen in sechs bis acht Wochen vorgelegt werden. Das sagte Projektleiter Hartwig Hufnagl zur APA. Bis dahin wird die Telematikanlage auf dem Testabschnitt zwischen Spittal/Drau und Paternion abgeschaltet.
Hufnagl sprach von einer "vorübergehenden" Abschaltung der Anlage. Denn noch ist nicht entschieden, wie es mit dem Tempo 160-Abschnitt weitergehen soll. Denkbar wäre laut dem Projektleiter, dass die Teststrecke in Kärnten weiterbetrieben, auf einem weiteren "topographisch etwas anders gearteten Autobahnabschnitt" durchgeführt wird, oder beides. Sollten beispielsweise die Emissionswerte "enorm gestiegen sein", könne der Versuch auch als gescheitert betrachtet werden, meinte er. (APA/red)
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