Donnerstag, 29. Juni 2006

Betandwin heißt bald Bwin: NEWS über die ersten großen Sieger der Fußball-WM 2006

  • Glückspielriese will mit neuem Namen durchstarten
  • Noch heuer soll Südamerika-Markt erobert werden

Freilich dauert die Fußball-Weltmeisterschaft noch bis 9. Juli an. Doch unabhängig davon, wer den begehrten FIFA-Pokal nachhause bringen darf, steht mit dem österreichischen Internet-Glücksspielkonzern
betandwin bereits ein Sieger des Mega-Sportevents fest. Etwa 60 Millionen Euro setzte betandwin auf den Fußball-Topevent - und hat gewonnen. Mit neuem Namen Bwin wollen sie selbst Weltmeister werden.

Rund 60 Millionen Euro dürften die betandwin-Bosse Manfred Bodner und Norbert Teufelberger in Form eines üppigen Marketingbudgets auf die WM gesetzt haben. Und die Millionenwette ist bereits in den ersten Wochen voll aufgegangen. In keinem der 21 Länder, in denen betandwin vertreten ist, kommen Fußballfans an dem Austro-Wettanbieter vorbei. "Wir haben die Kampagnen in sämtlichen Ländern ganz gezielt rund um die WM platziert", erklärt Bodner. Das wichtigste Ziel dabei war es, neue Kunden zu gewinnen. An die 160.000 neue Internet-Wettkunden, so die geheime interne Vorgabe, sollten durch König Fußball zu betandwin kommen. Den Wettumsatz wollen die "Turbo-Twins" Bodner und Teufelberger mit der FIFA WM 2006 gar verdoppeln. "Es läuft großartig, unsere Erwartungen wurden übertroffen", verrät Aufsichtsratschef Hannes Androsch, der auch Hauptaktionär des börsennotierten Wettunternehmens ist.

Vormarsch in Südamerika
Gleichzeitig nützte betandwin die Fußball-WM auch zur Markteinführung. In Mexiko wurde dank geschickter TV-Kampagnen aus dem Stand ein Millionenumsatz lukriert. Der Boden für weitere Erfolge ist nun aufbereitet. Der Start des Austro-Wettanbieters in weiteren südamerikanischen Ländern, in denen Fußball zu den Nationalheiligtümern zählt, steht nun unmittelbar bevor.

Verdoppelter Wettumsatz
Allein während der WM dürfte der Wettumsatz bisher mehr als verdoppelt werden. Laut Analystenschätzungen gibt betandwin heuer ein Rekordbudget von rund 250 Millionen Euro allein für Marketing aus. Damit soll der Wettertrag auf rund 500 Millionen Euro verdoppelt werden. Und damit holt betandwin die internationale Nummer zwei im Wettgeschäft, die britische sportingbet, bis Jahresende ein.

Namensänderung in Bwin steht bevor
Dass dies dem dynamischen Führungsduo auch gelingt, davon ist Hauptaktionär Androsch überzeugt. "Bisher konnte der Vorstand noch jede Prognose zumindest erfüllen und meistens übertreffen", lobt der Industrielle. Deshalb stärkt der Aufsichtsratschef seinen Vorständen auch bei einer der mutigsten "Wetten" den Rücken: der Namensänderung. Künftig soll der Wettkonzern unter dem Namen Bwin statt betandwin firmieren. "Trotz meiner anfänglichen Skepsis bin ich überzeugt, dass es Sinn macht und die weltweite Expansion unterstützt", so Androsch. "betandwin und Bwin sind auch ähnlich genug, dass es den Kunden kaum auffallen wird, wenn eine Umbenennung geschickt gemacht wird", erklärt der Industrielle.

Marketingexperten reagieren bisher eher skeptisch und mutmaßen, dass dabei große Werte vernichtet werden. "Ich kann nicht über Details sprechen, weil erst die Hauptversammlung die Entscheidung zu treffen hat", so Teufelberger. "Aber man darf davon ausgehen, dass wir Vorstände auch Aktionäre sind und sehr genau planen, was wir mit der Marke machen", so der betandwin-Boss. So kann man davon ausgehen, dass das markante Logo des Online-Gaming-Konzerns nicht verändert wird. Auch dürfte die Namensänderung nicht als "Big Bang" in den Markt gesetzt werden, sondern "sanft" geschehen. "Unser Ziel ist, das Potenzial der Marke noch besser zu verwerten", erklärt Teufelberger.

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29.6.2006 16:51