Die erste Woche gehört den Sprintern: Jagd
aufs Grüne Trikot bei der Tour de France
- Boonen, Zabel, McEwen, Hushovd sind Top-Anwärter
- Außenseiter Eisel noch nicht in optimaler Verfassung
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Die nach dem Doping-Skandal verbliebenen Anwärter auf den Gesamtsieg in der Tour de France halten sich vorerst im Windschatten ihrer Helfer, in der ersten Woche haben traditionell die Sprinter das Sagen. Das begehrte Grüne Trikot des Punktebesten ist in Abwesenheit des italienischen Topstars Alessandro Petacchi (gebrochene Kniescheibe im Giro) heiß umkämpft. Weltmeister Tom Boonen (BEL), der sechsfache Trikotgewinner Erik Zabel (GER), Robbie McEwen (AUS) und Thor Hushovd (NOR) sind die ersten Anwärter auf den Prestige trächtigen Titel des besten Sprinters.
Boonen musste im Vorjahr bei seiner Tour-Premiere nach zwei Stürzen aufgeben, doch heuer will er das Grüne Trikot nach Paris bringen. Als größte Rivalen nannte er in Straßburg zwei Fahrer, die das "maillot vert" schon gewonnen haben: Hushovd (2005) und McEwen (2002, 2004). "Was mich von ihnen unterscheidet ist, dass ich schneller bin", scherzte der Quick-Step-Profi in seiner gewohnt lockeren Art. Und er glaubt auch nicht, dass der fast 36-jährige Zabel bei der 12. Teilnahme seinen eigenen Rekord nochmals verbessern könnte. "Er ist stark, aber um das Trikot zu erobern, müsste er Sprints gewinnen..."
Auch ein Bernhard Eisel in Bestform hätte nach dem Trikot greifen wollen, doch der Steirer fühlt sich vor seiner dritten Teilnahme noch nicht optimal. Und sieht daher keine Chance, sich in die Zwischensprints einzuschalten, in denen es wertvolle Punkte gibt. Eisel hofft immerhin auf einen Spitzenplatz in einem Massensprint.
Boonen hat aber auch - zumindest für einen Tag - das Gelbe Trikot des Gesamtführenden im Visier. Der Weg dorthin führte über einen starken Prolog am Samstag mit möglichst geringem Rückstand und eine Zeitgutschrift für einen Top-3-Platz auf einer der ersten Etappen.
(apa/red)
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