Donnerstag, 29. Juni 2006

Massenentführung im Irak endet glimpflich:
60 Geiseln nach wenigen Stunden frei

  • Kidnapper zündeten Bus der Raffineriearbeiter an
  • Danach ließen sie die Opfer auf der Straße stehen

Bewaffnete Extremisten haben in der irakischen Provinz Salaheddin 60 Raffineriearbeiter entführt und wenige Stunden später wieder freigelassen. Das berichtete ein Sprecher der Polizei in der 200 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Industriestadt Beji.

Die Entführer hätten den Bus, mit dem die Arbeiter jeden Tag aus der Stadt Tus zur staatlichen Raffinerie von Beji gebracht werden, auf halber Strecke abgefangen. Sie zündeten das Fahrzeug an und verschleppten die Arbeiter. Dann ließen sie sich von den Entführten die Personalausweise zeigen und verschwanden. Die Arbeiter, bei denen es sich nach Polizeiangaben um Araber, Turkmenen und Kurden handelt, ließen sie im unwegsamen Gelände abseits der Straße stehen.

In den vergangenen Tagen waren nördlich von Bagdad 80 Arbeiter staatlicher Betriebe entführt worden. 30 von ihnen wurden wieder freigelassen. Die Polizei fand bisher elf Leichen von Entführungsopfern. (apa)

29.6.2006 14:55