Kinderleichen in Lüttich gefunden: Polizei schließt Unfalltod der beiden Kinder aus
- Schwestern starben wohl kurz nach Verschwinden
Die Ermittler im Fall der belgischen Stiefschwestern Stacy und Nathalie schließen einen Unfalltod der am Mittwoch gefundenen Mädchen aus. Wegen des Fundorts der Leichen in einem überdeckten Abwasserkanal geht die Staatsanwaltschaft von einer Tötung der sieben und zehn Jahre alten Kinder aus. "Sie sind dort nicht von allein hineingekommen", sagte der Lütticher Generalanwalt Cedric Visart de Bocarme am Donnerstag im belgischen Rundfunk RTBF.
Die Kinder waren in der Nacht zum 10. Juni in Lüttich verschwunden. Sie starben nach ersten Erkenntnissen der Fahnder kurz danach. Der oder die Täter hätten die Mädchen vermutlich an einer offenen Stelle des Abwasserkanals abgelegt, sagte Visart de Bocarmé. Die starken Regenfälle wenige Tage nach dem Verschwinden der Kinder hätten die Leichen dann vermutlich tiefer in die Rinne neben einer Bahnlinie in Lüttich gespült.
Die Obduktion der Leichen, mit der noch am Mittwoch begonnen wurde, soll Aufschluss über die Todesursache und mögliche sexuelle Vergehen an den Kindern geben. Im Interesse der Ermittlungen sollten die Ergebnisse dieser Untersuchung zunächst jedoch nicht veröffentlicht werden, sagte der Generalanwalt. Einen vorbestraften Sexualtäter hat die Justiz vor zwei Wochen unter Tatverdacht verhaftet. Er beteuerte bisher seine Unschuld.
(apa/red)
