Blutige Anschläge auf irakischen Märkten: Mindestens 35 Menschen in den Tod gerissen
- Überlebende richteten Wut gegen die Polizisten
·Bush: Truppenabzug erst nach dem "Sieg"
PLUS: Blutige Anschläge im Irak - 35 Menschen tot
·Irak: Bisher mehr als 50.000 Kriegs-Tote
Meiste Opfer Zivilisten, 2.500 US-Soldaten tot
Bombenanschläge auf zwei belebte irakische Märkte haben mindestens 35 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 80 Marktbesucher wurden nach Polizeiangaben bei den Explosionen in Bakuba und Hilla verletzt.
Im 60 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Baakuba (Baquba) detonierte ein auf ein Fahrrad montierter Sprengsatz und riss 20 Menschen in den Tod. 30 weitere seien verletzt worden, berichteten Polizeibeamte in der überwiegend von Sunniten bewohnten Stadt.
Der Anschlag ereignete sich rund zwei Stunden nach einem Blutbad auf dem zentralen Marktplatz der mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadt Hilla, die rund 90 Kilometer südlich von Bagdad liegt. Bei diesem ersten Anschlag gab es wahrscheinlich 15 Tote und 56 Verletzte. Die Bombe explodierte, als gerade zahlreiche Menschen für das Abendessen einkauften.
Die Überlebenden richteten ihre Wut teilweise gegen die Polizisten, weil diese den Anschlag nicht hatte verhindern können: Bei ihrer Ankunft auf dem Markt wurden die Sicherheitskräfte mit Steinen und dem Ruf "Nieder mit der Polizei" empfangen. (apa)
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