Licht ins Dunkel rund um Elsner-Pension: Verschollene Protokolle wieder aufgetaucht
- Abfindungsbetrag von 6,8 Mio. Euro nicht genannt
- Zu Berechnung Gehalt & Erfolgsprämie hergenommen
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derzeit Beweismaterial
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Das bisher verschollene Protokoll über die BAWAG-Aufsichtsratssitzung vom 25. November 2000 ist aufgetaucht, in der die Pensionsabfindung von Ex-Bankchef Helmut Elsner beschlossen wurde. Aufsichtsratschef Günter Weninger hatte "zunächst einen freudigen Anlass" zu erwähnen (den Geburtstag von Aufsichtsrat Peter Kahn, dem Vizechef der Bayerischen Landesbank, der 46 Prozent der BAWAG gehörten), um sodann eine noch freudigere "Vorstandsangelegenheit" zu thematisieren, "die sich kurzfristig ergeben hat. Herr GD Elsner hat den Wunsch geäußert ..., die Abfindung seiner künftigen Pensionszahlung mittels einmaliger Zahlung zu regeln. (...) Auch sollen bei der Abfindung allfällige Ansprüche seiner Witwe berücksichtigt werden."
Eigentlich liege das alles ja im Pouvoir (in der Entscheidung) des Präsidenten, so der frühere ÖGB-Finanzchef Weninger laut dem Bericht der Tageszeitung "Standard" von Donnerstag weiter, "ich möchte aber gerade in diesem Punkt ... ganz bewusst den Aufsichtsrat selbst entscheiden lassen". Wohlgemerkt: Es handelte sich um eine Tischvorlage; von Beträgen war keine Rede (es wurden 6,8 Mio. Euro); Ende 2000 betrugen die Karibik-Verluste, von denen Elsner und Weninger wussten, 1,8 Mrd. Euro.
Weninger bekam sein "Pouvoir bestätigt". Geburtstagskind Kahn dazu: "Gemäß der bisherigen langen Amtszeit des GD von 45 Jahren soll diese Lebensleistung sicherlich auch im Interesse der Person honoriert werden." Weninger - wenig später organisiert er die ÖGB-Haftung, damit die Bank bilanzieren kann - "stimmt dem zu". Heute weiß man auch, wie die Summe (Basis der Abfindung war Elsners Gehalt 2000) zustande kam: Elsner legte zwei Gehaltszettel vor; den üblichen plus jenen mit der Erfolgsprämie, die er sich für den Kauf der P.S.K. hatte auszahlen lassen.
(apa)
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