BAWAG-Verkauf soll Mitte Juli starten: Chef Nowotny sieht gute Chancen für Konsortien
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Der dreistufig Verkaufsprozess für die Gewerkschaftsbank BAWAG startet Mitte Juli 2006. Bei der Übernahme der Bank haben nach Ansicht von BAWAG-Generaldirektor Ewald Nowotny nicht Einzelbieter, sondern Konsortien gute Chancen.
Mitte Juli werde die Investmentbank Morgan Stanley an alle Interessenten einen so genannten "Teaser", der wichtige Informationen zur Bawag enthält, verschicken, berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner Wochenendausgabe. Phase zwei werde im Herbst, vermutlich im September oder Oktober, beginnen. Morgan Stanley werde rund zehn bis zwölf Bieter auswählen. Diese sollen Zugang zum BAWAG-Datenraum bekommen. Nowotny im "WirtschaftsBlatt": "Nur wer es wirklich ernst meint, wird zugelassen." Wer behaupte, man wolle sich die BAWAG bloß einmal ansehen, dürfe sich nicht allzu große Hoffnungen machen. Zum Schluss werde Morgan Stanley die drei Höchstbieter gegeneinander antreten lassen. Nowotny schließt nicht aus, dass der Prozess bis Jahresende abgeschlossen ist.
Interessenten gebe es viele: "Die Liste der Bewerber ist lang und bunt", so der BAWAG-Chef. Nowotny vermute, dass kein Einzelbieter, sondern ein Konsortium das Rennen machen werde. Ein solches Konsortium könnte unter Umständen aus einer Bank, einer Versicherung und aus der Österreichischen Post bestehen. "Die Post ist für uns ein wichtiger Partner", sagt Nowotny. "Das Konsortium kann aus inländischen und ausländischen Investoren bestehen."
Mit dem "Teaser" an die Interessenten werde die BAWAG auch einen bis zum Jahr 2010 angelegten "Business-Plan" verschicken. Im Mittelpunkt des Plans sei die Beschleunigung der Zusammenführung von BAWAG und P.S.K.
"In Kürze" verkauft werde die Elektrokette Cosmos, so Nowotny. Für den Klavierbauer Bösendorfer hätten sich viele Interessenten gemeldet: "Daher haben wir nun doch den Verkaufsprozess eingeleitet", so Nowotny. Bei den Interessenten für Cosmos gebe es laut Branchenkreisen ein Duell zwischen den Wirtschaftstycoons Josef Taus und Erhard Grossnigg, so das "WirtschaftsBlatt". Beiden hätten bereits die Due Diligence absolviert und verbindliche Übernahmeangebote gelegt. An Bösendorfer interessiert seien Branchenkreisen zufolge etwa die Beteiligungsgesellschaften UIAG und GEP sowie der Industrielle Hannes Androsch.
(apa/red)
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