Vierjährige Jaqueline ist tot: Mädchen verblutet zwei Tage nach Mandeloperation!
- Staatsanwalt ermittelt: Helikopter zu spät alarmiert?
- Primar des Spitals: "Jedes Jahr stirbt daran ein Kind"
Tragischer Tod eines vierjährigen Mädchens: Das Kind aus Niederösterreich ist nach einer Mandeloperation verblutet. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. So soll der Rettungshubschrauber erst nach 23 Minuten alarmiert worden sein. Die Leiche der kleinen Jaqueline soll nun obduziert werden, um die näheren Umstände ihres Todes zu klären.
Jaqueline war im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt an den Mandeln operiert und einen Tag später entlassen worden. Am Tag darauf bemerkte die Mutter bei einer Autofahrt plötzlich, dass das Kind Blut spuckte und alarmierte laut "Kurier" um 8.24 Uhr die NÖ Rettungszentrale Lebig. Wenige Minuten später verlor das Kind das Bewußtsein und starb trotz Reanimationsversuchen.
Lebig-Chef Christoph Chwojka wies Vorwürfe, man habe den Hubschrauber zu zögerlich alarmiert, zurück: "Wir haben den schnellsten Arzt alarmiert - einen aus dem Nachbarort. Auch der Notarztwagen aus Baden wurde verständigt. Es ging alles sehr flott, uns kann man nichts vorwerfen."
Laut dem Primar der HNO-Abteilung im Spital in Eisenstadt, Antonius Kierner, tritt diese Komplikation bei "sechs bis acht Prozent der Patienten auf. Jedes Jahr stirbt daran ein Kind in Österreich". Was das Spital betrifft, habe man nach den Regeln der Kunst gehandelt. "Das Kind ist nach 24 Stunden entlassen worden. Es wurde zuvor einer Kontrolle unterzogen", sagte Kierner: Man habe nichts Ungewöhnliches festgestellt. Man sei der Sache nachgegangen, habe aber bei einer internen Überprüfung keinen Fehler gefunden. (apa/red)
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