Heftige Unwetter in Deutschland: Mann im Schwarzwald getötet worden, 150 Verletzte!
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Ein Toter, mehr als 150 Verletzte, abgedeckte Dächer und Hunderte zertrümmerte Autos: Ein Unwetter mit riesigen Hagelkörnern und Unmengen von Regen ist am Mittwochabend über den Schwarzwald und Südbaden gefegt und hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Das ganze Ausmaß der Zerstörungen kann erst in einigen Tagen abgeschätzt werden, wie das Innenministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Der Schaden könnte in den dreistelligen Millionenbereich gehen.
Von dem Unwetter betroffen waren vor allem der Ortenaukreis, der Schwarzwald-Baar-Kreis und die Kreise Rottweil und Tuttlingen. Der starke Regen ließ in kürzester Zeit Bäche und Flüsse anschwellen. In Hofstetten kam ein 66-jähriger Bauer ums Leben, als er versuchte, sein Vieh vor den Wassermassen zu schützen. Ein Ladewagen wurde von den Fluten mitgerissen und erfasste den Landwirt. Der Mann wurde später flussabwärts tot aufgefunden, wie die Polizei in Freiburg mitteilte.
Allein im Bereich Villingen-Schwennigen wurden mehr als 100 Menschen von Hagelkörnern verletzt. Die Körner waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienst bis zu zwölf Zentimeter groß. Zwei Personen seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte Polizeisprecher Wolfgang Schyle.
In den Bereichen Villingen-Schwenningen, Trossingen und Deißlingen gingen laut Polizei über einen Zeitraum von 20 Minuten tennisballgroße Hagelgeschosse nieder, die Hunderte Autos und Dächer zum Teil schwer beschädigten. Allein auf der Autobahn A81 mussten 50 zum Teil schrottreife Personen- und Lastwagen abgeschleppt werden. Um die zum Teil einen halben Meter hohen Hagelmassen zu beseitigen, wurden Schneepflüge eingesetzt.
Auch im Landkreis Rottweil wütete das Unwetter. Im Industriegebiet in Deißlingen wurde alle Firmengebäude derart beschädigt, dass viele unter Wasser standen. Bei einer Großgärtnerei wurden sämtliche Gewächshäuser zerschlagen, bei anderen Betrieben wurden etwa 150 Pkw, 80 Wohnanhänger und Wohnmobile, bei einem Bauunternehmer 80 Laster stark beschädigt. Allein in diesem Bereich entstand Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe. Neben der Polizei war ein Großaufgebot des Technischen Hilfswerkes, von Rettungsdiensten und 2.000 Feuerwehrleuten in ganz Baden-Württemberg im Einsatz.
(apa)
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