Donnerstag, 22. Juni 2006

Doppelte Teuerung für Autofahrer: Inflation
trifft sie härter als den Rest der Österreicher

  • Autokosten seit zwei Jahren auf der Überholspur
  • Extrem teuer: Sprit, Reifenservice und Spengler

Die Autokosten sind im Mai um 3,3 Prozent gestiegen, während die allgemeine Teuerung nur 1,7 Prozent ausmachte. Das ergab eine Berechnung des ARBÖ nach Zahlen der Statistik Austria. "Autofahrer waren in Mai von der Teuerung doppelt so stark betroffen wie die allgemeine Bevölkerung", fasste ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz zusammen und forderte ein höheren Kilometergeldes und höhere Pendlerpauschalen.

"Der Mai ist kein Einzelfall, schließlich sind die Autokosten in Österreich seit zwei Jahren permanent auf der Überholspur", erklärte Ninz. Das Tempo der Autokostenteuerung lag dabei im Schnitt um ein Drittel über der allgemeinen Teuerung. Gegenüber Mai 2005 haben im Mai 2006 nicht nur die Treibstoffkosten neuerlich überdurchschnittlich stark zugenommen (Superbenzin plus 13 Prozent, Diesel plus 12,7 Prozent), sondern auch die Kosten für das Reifenservice (plus 6,9 Prozent), für die Spengler-Stunde (plus 4,6 Prozent) und für die Mechaniker-Stunde (plus 4,2 Prozent).

Auch für das Öl-Service (4,3 Prozent), die Kfz-Elektrikerstunde (plus vier Prozent) und für das Parkpickerl (plus 3,4 Prozent) mussten die Konsumenten tiefer in die Taschen greifen, während die Preise für Parkgaragen im Schnitt um 2,3 Prozent zurückgingen. Am Versicherungssektor wurde es auch günstiger: Die Prämien für Teilkaskoversicherungen haben sich im Mai um 14,5 Prozent und bei der Haftpflichtversicherung um 4,1 Prozent verbilligt. (apa)

22.6.2006 14:20