Kreissägen beendeten den Rechtsstreit:
Hoteldach ragte über die Staatsgrenze
- Im letzten Sommer schien eine Lösung in Sicht
- Hotelier akzeptiert nun doch den Rückbaubescheid

·Hoteldach ragt 27 cm über die Staatsgrenze
DIASHOW:Lernen Sie bei uns den Aufreger kennen
Kreissägen haben am Dienstagnachmittag einen jahrelangen Rechtsstreit um ein Hoteldach, das über die österreichisch-tschechische Staatsgrenze ragte, endgültig beendet. Der Hotelier Dietmar Hehenberger ließ die neue Dachform im Rahmen einer Presseveranstaltung dem Grenzverlauf der Staatsgrenze anpassen. Die Gäste konnten im Hotel bleiben und bei dem Spektakel zusehen, berichtete er der APA.
Im Jahr 2004 hatte Hehenberger sein Wellness-Hotel in Schönegg (Bezirk Rohrbach) in Oberösterreich um 15 neue Suiten erweitert. Doch kurz nach der Eröffnung flatterte ihm ein Abbruchbescheid wegen Grenzverletzung ins Haus. Das Dach des Zubaus ragte 27 Zentimeter auf tschechisches Staatsgebiet. Der Hotelier sah die Schuld für die Grenzverletzung in fehlerhaftem Kartenmaterial: "Im Zuge der Digitalisierung 1995 wurde offenbar ein Knick in der Grenze eingeebnet", schilderte er das Problem damals aus seiner Sicht.
Keine Lösung in Sicht
Im Sommer des Vorjahres schien eine Lösung in Sicht. Die tschechischen Behörden einigten sich mit den oberösterreichischen darauf, keinen Abbruch zu fordern, wenn das Dach gekürzt wird. Der Hotelier war aber nach wie vor nicht bereit, das zu tun und berief - allerdings ohne Erfolg: Die Baurechtsabteilung des Landes bestätigte im Mai dieses Jahres in zweiter Instanz ihre frühere Entscheidung.
Rückbau akzeptiert
Auf den Gang zum Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshof verzichtete Hehenberger im Hinblick auf die damals gerade anstehenden Wahlen in Tschechien. "Wenn der Falsche an die Macht kommt, haben wir wieder einen Abbruchbescheid, das ist mir zu anstrengend", befürchtete er im Gespräch mit der APA und akzeptierte den Rückbaubescheid, auch wenn er sich weiter im Recht sieht.
(apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien16:12
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
