Probleme mit Bildern für neue Reisepässe! AK: Fotografen trifft Gewährleistungspflicht
- Bei Unbrauchbarkeit, einfach neues Bild verlangen
- Oder: Gleich Kaufpreis-Retounierung einfordern

·2007 laufen rund 1 Million Reisepässe ab
Frühes Beantragen hilft gegen lange Wartezeiten
·Probleme mit Bildern für neue Reisepässe
AK: Fotografen trifft Gewährleistungspflicht
·Rekordzahl bei neuen
Sicherheitspässen
286.000 Anträge in 12 Wochen eingegangen
·Auch im Urlaub auf Nummer sicher gehen
EXTRA: Alle Tipps der AK zu Reiseversicherungen
Strengere Auflagen für Passbilder haben seit der Einführung der neuen EU-Sicherheitspässe vergangenen Freitag immer wieder dazu geführt, dass Fotos von den Behörden abgelehnt wurden. Fotografen trifft laut Arbeiterkammer dabei eine Gewährleistungspflicht: Wenn die biometrischen Fotos nicht entsprechen, können Konsumenten ein neues Bild oder die Retournierung des Kaufpreises einfordern, teilte die AK Burgenland mit.
"Wir raten den Konsumenten dringend, den Fotografen darauf aufmerksam zu machen, dass das Foto für den neuen Reisepass verwendet wird", so Rainer Porics, Leiter der Wirtschaftsabteilung in der Arbeiterkammer Burgenland: "Wird das Foto dennoch nicht von den Behörden akzeptiert, hat der Konsument auf dem Weg der Gewährleistung das Recht auf ein neues Foto oder auf Retournierung des Kaufpreises."
Antragstellern werde geraten, die Fotografenrechnung bis zur tatsächlichen Passübernahme (in der Regel nach fünf Werktagen) aufzubewahren. Das sei wichtig, da - selbst wenn Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat das Foto akzeptiert - noch eine Abweisung durch die Staatsdruckerei, die das Dokument herstellt, möglich sei.
Das Foto auf dem neuen Pass gilt als biometrisches Merkmal und muss daher bestimmten Anforderungen genügen: Unter anderem darf die Person nur frontal, mit neutralem Gesichtsausdruck und geschlossenem Mund fotografiert werden, die Augen müssen dabei geöffnet und deutlich sichtbar sein. Halbprofil oder verdrehte Schultern sind nicht zulässig.
Weitere Infos:
Unter www.passbildkriterien.at ist eine Datenbank mit Fotografen zu finden, die bereits für die neuen Pässe gerüstet sind. Sollten die Bilder trotzdem abgelehnt werden, wird kostenlos für Ersatz gesorgt. (apa/red)

