Stammzellen sollen bald Gelähmte heilen: Ratten konnten nach Therapie wieder gehen
- Anwendung beim Menschen erst in einigen Jahren
- Einsatz embryonaler Stammzellen ist aber umstritten

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Mit Hilfe von embryonalen Stammzellen haben US-Wissenschaftler teilweise gelähmten Ratten die Fähigkeit zum Gehen wiedergeben können. Wie das Fachmagazin "Annals of Neurology" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, gelang der Druchbruch einem Team unter der Leitung von Douglas Kerr von der John-Hopkins-Universität. Die Forscher halten es für möglich, dass ähnliche Verfahren in einigen Jahren zur Behandlung von Rückenmarksverletzungen beim Menschen eingesetzt werden könnten.
In dem Versuch mit Ratten sei es erstmals gelungen, eine zerstörte Verbindung zwischen dem Rückenmark und Muskelzellen mit Hilfe embrynonaler Stammzellen wiederherzustellen, heißt es in dem Bericht. "Dies ist ein bemerkenswerter Fortschritt, durch den wir besser verstehen können, wie Stammzellen zur Behandlung von Verletzungen eingesetzt werden können", sagte Elias Zerhouni, Direktor des nationalen Gesundheitsinstituts der USA, das den Versuch mitfinanzierte.
Damit gebe es eine Art "Rezept" für ähnliche Behandlungsmethoden beim Menschen, erläuterte Kerr. "Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns." Der Einsatz embryonaler Stammzellen zu therapeutischen Zwecken ist aus ethischen Gründen umstritten. (APA/red)
