"Christliches Yoga" boomt in den USA:
Statt dem Sonnengruß wird zu Jesus gebetet
- 'Christen-Yogis' im Kreuzug gegen fernöstliche Mystik
- Hindus wehren sich gegen Uminterpretation der Lehre
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Der christliche Fundamentalismus in den USA treibt mitunter seltsame Blüten: Wie der US-Sender "local6" berichtete, wächst in Amerika die Zahl christlicher Yoga-Studios. Anstatt etwa bei der Übung "Sonnengebet" heidnisch den Himmelskörper anzubeten, preisen die Übenden Jesus Christus.
Die christlichen Yogis bekommen in ihrem Kreuzzug gegen die fernöstliche Mystik auch geistlichen Beistand. "Ich warne die Leute vor Yoga. Man öffnet sich Einflüssen, die alles andere als christlich sind", so der Baptisten-Prediger Dr. Russell Bush.
Die Hindus, aus deren Kulturkreis Yoga stammt, wehren sich gegen die christliche Uminterpretation ihrer 5.000 Jahre alten Lehre. "Wenn Sie mir ein Rezept geben und ich verändere die Zutaten, bekomme ich dann dieselbe Speise? Sicherlich nicht!", so Subhas Tiwari, Professor an der Hindu University of America in Orlando. (APA/red)
