"Brennpunkt" China - Raubkopien boomen:
Filmindustrie beklagt Milliardenschaden
- 2,7 Milliarden US-Dollar gingen Branche '05 verloren
- 93% aller in China verkauften Filme sind Raubkopien

·Zahl der Raubkopien in Österreich zugelegt
Hersteller-Kampagne ruft nun zu "User-Verrat" auf
·BSA: Österreicher sind am ehrlichsten!
Sind europaweit in Sachen
Raubkopien Musterschüler
·Raubkopien kosten jährlich 200.000 Jobs
Jeder zweite Betrieb in Europa nutzt Fälschungen
Raubkopien aus China haben einer Studie zufolge der Filmindustrie im vergangenen Jahr einen Schaden von 2,7 Milliarden Dollar zugefügt. Mehr als die Hälfte der Verluste hätten dabei chinesische Firmen verkraften müssen, heißt es in der am Montag veröffentlichten Erhebung im Auftrag der Motion Picture Association (MPA). Mitglieder der Vereinigung sind unter anderem die großen US-Unterhaltungskonzerne Time Warner, Walt Disney Co. und Viacom Inc..
Der Studie zufolge verloren die großen US-Filmkonzerne 2005 rund 565 Millionen US-Dollar. Chinesische Filmstudios mussten dagegen Verluste in Höhe von rund 1,5 Milliarden Dollar hinnehmen. Die Zahlen liegen weit höher als frühere Schätzungen. So war die MPA für das Jahr 2003 noch von Verlusten in Höhe von 178 Millionen Dollar für US-Firmen ausgegangen.
Heute Kino-, morgen Heimpremiere
Die neue Studie belegt, dass es sich bei 93 Prozent aller in China verkauften Filme um Raubkopien handelt. Das Herunterladen von illegalen Kopien aus dem Internet ist zwar auf dem Vormarsch. Die Mehrzahl der Raubkopien werden der Erhebung zufolge dennoch als DVDs verkauft: So kommen Raubkopien auf DVDs für 1,63 Milliarden Dollar Verluste auf. Filmpiraterie ist in China weit verbreitet. Oftmals sind Raubkopien von Filmen nur wenige Tage nach deren Veröffentlichung in den Kinos auf den Straßen zu kaufen. (apa/red)
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