Belastung im Beruf durch Flut an E-Mails:
Digitale Post als Zeitfresser für Berufstätige
- Häufig sinnlose und überflüssige Infos im Austausch
·Spam-Gesetz brachte
kaum Verbesserungen
Unerwünschte Mails meist
von fremden Zombie-PCs
·Microsoft sortiert Mails nach Relevanz
'Social Sorting' soll Spam jetzt den Kampf ansagen
·E-Mail-Anfragen von Kunden oft ignoriert
23 Prozent aller Unter- nehmen antworten nicht
·Yahoo: 'Briefmarken' -Gebühr für E-Mails
Ein Cent für Direktzu- stellung ohne Spamfilter
E-Mails rauben einer repräsentativen Umfrage zufolge deutschen Berufstätigen zunehmend ihre Arbeitszeit. Per E-Mail würden oft überflüssige oder sinnlose Informationen ausgetauscht, beklagen 59,3 Prozent der Befragten, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von "Süddeutsche Zeitung Wissen" interviewte.
Jeder Dritte (34,9 Prozent) hat demnach den Eindruck, dass die berufliche Belastung durch E-Mails in letzter Zeit zugenommen hat. Jeder fünfte fühle sich in seiner Konzentration gestört (22,2 Prozent) und von anderer Arbeit abgehalten (20,9 Prozent). Dennoch gaben mehr als ein Viertel (27,6 Prozent) der Befragten an, neue Mails im Büro umgehend zu lesen. 55,5 Prozent bestätigten, ihre beruflichen E-Mails sogar nach Feierabend oder am Wochenende von zu Hause aus abzurufen.
Zeitraubende Missverständnisse?
Schätzungen zufolge werden 60 Milliarden E-Mails pro Tag über das weltweite Datennetz verschickt, heißt es in dem Bericht weiter. Ein Großteil davon sei unsauber verfasst und auch dadurch ein Anlass für Zeit raubende Missverständnisse, erläuterte der Wirtschaftspsychologe Roman Soucek von der Universität Erlangen. Statt Termine umständlich per E-Mail zu vereinbaren, sollten die Menschen wieder öfter telefonieren. (apa/red)
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