Mittwoch, 21. Juni 2006

Barbara Karlich: ,Nicht bereit für neuen Mann‘

Das erste große Interview über die Gefühle nach der Scheidung und die Beziehung zum Ex.

Gewinnendes Lächeln und gute Laune. Was tun, wenn beides sozusagen die berufliche Grundausstattung ist, auch wenn der Trägerin womöglich konträr zumute ist? So scheinen die Unzukömmlichkeiten der Scheidung an Barbara Karlich spurlos vorübergegangen zu sein. Doch vorher war eine fünfundvierzig Minuten lange Make-up-Session anberaumt. Bei der kann vieles überdeckt werden, was nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Umringt von Presseleuten, steht die top-gestylte Talkerin auf dem Gelände des Gasthofs Schlattentalhof im niederösterreichischen Bromberg. Hier steigt ein launiges Fest für das Organisationsteam des Fantasy-Theaterspektakels „Hexensommer“, das jährlich über die Waldbühne geht. Karlich soll der aktuellen Premiere „Miraculum“ Zuschauer bringen: Sie spielt die Hauptrolle.

„Theater ist Therapie.“ Vor versammelter Presse gibt sie den Profi mit der Werbetrommel. Im NEWS-Gespräch aber klingt es ein wenig anders. „Das Theaterspielen ist für mich wie eine Therapie. Durch Beschäftigung hole ich mich aus dem momentanen Tief.“ – „Hexensommer“-Mitveranstalter Wolfgang Oberger: „Das tut ihr jetzt sichtlich gut. Sie mag die Gegend und die Menschen hier.“ Die Bühnenarbeit vertreibt trübe Gedanken. „Ich habe momentan starke Gefühlsschwankungen – auch Verzweiflung und Wut wegen der Scheidung. Ab und zu fühle ich mich einsam“, gesteht sie. Doch es gibt auch die andere Seite. Und die hat mit Familie und Freunden zu tun, mit Loyalität und der Gewissheit, nicht allein zu sein.

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21.6.2006 18:34