Catering schmeckt: Für Do&Co war '05/'06 bestes Jahr in Unternehmensgeschichte
- Starke Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis
- Unternehmen schüttet unveränderte Dividende aus
Das börsenotierte Cateringunternehmen Do&Co hat im Geschäftsjahr 2005/06 (per Ende März) Umsatz und Gewinn gesteigert und das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 142,2 Mio. Euro, der Betriebserfolg EBIT um 22 Prozent auf 4,2 Mio. Euro und das EBITDA um 25 Prozent auf 11,1 Mio. Euro, teilte Do&Co-Chef Attila Dogudan am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz in Wien mit.
Die Divisionen Airline Catering (Umsatz 74,8 Mio. Euro) und Restaurants & Bars (31,8 Mio. Euro) verzeichneten ein deutliches Umsatzplus von 23 bzw. 22 Prozent. Den Umsatzrückgang in der Division International Event Catering von 25 Prozent auf 35,6 Mio. Euro begründet Dogudan mit dem Wegfall der VIP-Betreuung bei der Fußball-EM 2004 in Portugal. Bereinigt um diesen Faktor habe es auch hier Wachstum gegeben.
Das EBIT im Airline Catering stieg um 45 Prozent auf 1,2 Mio. Euro, im internationalen Event Catering wuchs der Betriebserfolg um 10 Prozent auf 2,4 Mio. Euro, bei Restaurants & Bars gab es eine Steigerung von 0,5 auf 0,6 Mio. Euro.
Die Dividende bleibt unverändert bei 50 Cent. Er sei überzeugt, dass "eine volle Kassa" und eine "gute Cash-Position" derzeit das Wichtigste für das Unternehmen sei, so Dogudan. Die Kassa ist mit 15 Mio. Euro schon prall gefüllt, eine Kapitalerhöhung sei daher "kein Thema".
Dogudan sieht sich mit den Marken Do&Co und Demel international weiter auf Wachstumskurs. Jüngster Erfolg ist der Zuschlag für das Catering im British Museum in London. Von der Betreuung des meistbesuchten Museums des Landes - 4,5 Millionen Besucher jährlich - erwartet Dogudan zunächst einen Umsatz zwischen 5 und 6 Mio. Euro. Im nächsten Jahr werde die Restaurant-Sparte rund 40 Mio. Euro erreichen und damit eine "kritische Größe" erreichen.
Der Vertrag mit dem British Museum wurde auf 10 Jahre abgeschlossen, die rund 100 Mitarbeiter werden umgeschult. Dogudan verspricht sich davon vor allem eine Steigerung der internationalen Bekanntheit.
Vor allem ein Prestigeprojekt war auch die kulinarische Betreuung von US-Präsident George W. Bush und Gattin in dieser Woche. Finanziell sei so etwas "natürlich kein Geschäft", da ja der sonstige Betrieb still stehe. Aber es sei "eine große Ehre" mit möglichen Folgeaufträgen: "Die sprechen ja am Golfplatz drüber, wenn sie zufrieden waren". (apa/red)
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