Siemens-Boss Klaus Kleinfeld in FORMAT:
'Arbeitsplatzabbau, wenn wir nicht wachsen'
- Kein Rückzug aus Joint Venture mit Nokia geplant
- "Ziel heißt Wachstum und nicht Arbeitsplatzabbau"
Im Exklusiv-Interview mit dem österreichischen Wirtschaftsmagazin FORMAT spricht Siemens-Boss Klaus Kleinfeld über die Abspaltung der Telekommunikationssparte in ein Joint Venture mit Nokia. Von den insgesamt 60.000 Arbeitsplätzen der "Nokia Siemens Networks" seien als Synergiepotenzial 9.000 die Maximalzahl für Jobabbau. Kleinfeld: "Das gilt für den Zeitraum bis 2010. Aber natürlich muss das Ziel sein, dass die Maßnahmen im ersten Teil dieses Zeitraums überproportional anfallen." Allerdings sei man von der konservativen Annahme ausgegangen, dass das Joint Venture nicht wächst. Kleinfeld: "Unser wirkliches Ziel ist aber, stärker als die Industrie zu wachsen. Das Ziel heißt Wachstum und nicht Arbeitsplatzabbau."
Zu den Spekulationen, Siemens könnte sich in der Folge aus dem Joint Venture zurückziehen, findet Kleinfeld klare Worte: "Weder Nokia noch wir haben vor, uns von unserem Anteil zu trennen. Und zur Bilanzierung: Wir bilanzieren alle Beteiligungen at equity: Beim 50:50-Joint-Venture mit Bosch, den Bosch-Siemens Hausgeräten, ebenso wie bei Fujitsu-Siemens Computers. Wir überlegten sogar, bei Nokia von dieser Bilanzierungsmethode abzugehen, aber dann hätten wir auch alle anderen Joint Ventures umstellen müssen."
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