Streubesitz nur noch unter fünf Prozent: Admiral Sportwetten geht von Wiener Börse
- Aktionäre erhalten Barabfindung von 16 Euro
Die Novomatic AG als Hauptgesellschafterin der Admiral Sportwetten hat sich aufgrund des unter 5 Prozent liegenden Streubesitzes entschlossen, ein Delisting der Admiral Sportwetten vorzubereiten. Auf Grund des geringen Streubesitzes scheint eine ausreichende Liquidität an handelbaren Aktien an der Wiener Börse nicht gegeben, so das Unternehmen. Die Aktionäre erhalten eine Barabfindung von 16 Euro.
Der Unternehmenswert pro Aktie weiche von der Aktienkursentwicklung signifikant ab. Novomatic gehe davon aus, dass eine nach anerkannten Unternehmensbewertungsmethoden durchgeführte Bewertung einen Unternehmenswert pro Aktie ergibt, der auf Grund der finanziellen Situation der Admiral Sportwetten AG unter dem Emissionskurs der Aktie von 12,50 Euro liegt.
Die Barabfindung von 16 Euro liegt über dem Börsenkurs vom Freitag, dem 16.6.2006 (15,15 Euro). Das Jahreshoch lag bei 20 Euro, das Jahrestief bei 13.45 Euro.
Darüber hinaus sieht man bei Novomatic für Admiral Sportwetten auch keine signifikanten Expansionsmöglichkeiten, da die grenzüberschreitende Durchführung von Sportwetten ins Ausland, etwa nach Deutschland, auf rechtliche Hindernisse stößt und auf EU-Ebene eine Harmonisierung der Glücksspieldienstleistungen noch nicht absehbar sei.
Als Vorbereitungsmaßnahme für das Delisting beabsichtigt Novomatic, einen Beschluss auf Ausschluss der Streubesitzaktionäre nach dem kürzlich in Kraft getretenen Gesellschafter-Ausschlussgesetz herbeizuführen. Beschlossen werden soll die Übertragung der Anteile der Streubesitzaktionäre auf den Hauptgesellschafter Novomatic in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 27. Juli.
(apa/red)
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