"Saudis hätten sich ein Remis verdient": Spaniens Coach nach 1:0 sehr selbstkritisch
- B-Mannschaft fiel in 2. Hälfte komplett auseinander
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Glanzloses 1:0 gegen stark aufspielende Saudis
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Nur eine lästige Pflichtübung war für Spanien das Treffen mit Saudi-Arabien zum Abschluss der Fußball-WM-Gruppe H, stand doch Rang eins schon vor dem Anpfiff fest. Daher hatte Luis Aragones die komplette zweite Garnitur aufgeboten, die vor der Pause noch einigermaßen auftrat, danach aber nichts mehr zu bieten hatte und mit dem mageren 1:0 (1:0) vorlieb nehmen musste. Das einzige Tor gelang Innenverteidiger Juanito nach einem Freistoß von Reyes in der 36. Minute mit einem Kopfball.
"Wir spielten in der ersten Hälfte nicht zu schlecht und hätten vielleicht auch noch ein zweites Tor schießen können, aber nach Seitenwechsel fielen wir auseinander und waren ihnen ausgeliefert. Die Saudis hätten sich zumindest ein Remis verdient", zeigte sich Teamchef Luis Aragones durchaus kritisch, denn "bei uns gab es mehr Negatives als Positives, die gegnerische Mannschaft hat mir heute hingegen gut gefallen". Auch die Anwesenheit des Königspaares, Juan Carlos und Sofia, hatte seine "Reservisten" nicht zu größerer Aktivität nach der Pause bei allerdings auch hohen Temperaturen verleitet.
Die Spanier qualifizierten sich wie vor vier Jahren mit dem Punktmaximum für das Achtelfinale. 2002 überstanden sie auch noch diese Phase (Erfolg im Elferschießen gegen Irland), ehe im Viertelfinale nicht zuletzt dank des Schiedsrichters gegen Südkorea Endstation war.
Mit Frankreich müssen die Spanier im Achtelfinale am Dienstag in Hannover gegen den vermeintlich stärksten Gegner der drei zunächst möglichen antreten, was Cesc Fabregas nicht erfreut, wollte er doch ein Duell mit seinem Arsenal-Klubkollegen Thierry Henry vermeiden. Auch wenn die Equipe Tricolore bisher viele Wünsche offen ließ, Klasse und Erfahrung sind zweifellos vorhanden. Beim bisher letzten WM-Duell mussten sich die Spanier im Viertelfinale der WM 98 dem späteren Weltmeister 1:2 geschlagen geben, wobei Raul einen Elfmeter vergab.
Trotz der Niederlage waren die Saudis mit ihrem letzten Auftreten bei dieser WM "gegen Spieler von einem hohen Niveau" sehr zufrieden. "Wir verlassen die Weltmeisterschaft mit schönen Erinnerungen", meinte Marcos Paqueta nach der guten Vorstellung seiner Elf nach der Pause. "Es hätte auch einen Elfer für uns geben müssen, das ist der dritte, der uns bei dieser WM vorenthalten wurde", behauptet der Brasilianer.
(apa/red)
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