Ukraine macht Auftakt-Schmach vergessen:
Saudis mussten für 0:4 gegen Spanien büßen
- Schewtschenko & Co jetzt mit guten Aufstiegschancen
- Saudiarabien nur noch mit theorerischer Möglichkeit
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Beim vierten Antreten in Folge Torverhältnis 2:7
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Die Ukraine hat die 0:4-Auftaktschmach gegen Spanien in ihrem zweiten Gruppenspiel mit einem klaren 4:0-Erfolg über Saudi-Arabien getilgt. Die Osteuropäer feierten dank der Treffer von Rusol (4.), Rebrow (36.), Schewtschenko (46.) und Kalinitschenko (84.) nicht nur den ersten WM-Sieg der Verbandsgeschichte, sondern schufen sich vor ihrer letzten Partie in der Gruppe H gegen Tunesien auch eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das Erreichen des Achtelfinales.
Nach dem peinlichen 0:4-Auftaktdebakel gegen Spanien hat die Ukraine am Montagabend mit dem klaren 4:0-Triumph über Saudi-Arabien in die Erfolgsspur gefunden und Kurs aufs Achtelfinale der Fußball-WM genommen. "Wir haben gezeigt, dass wir mehr als nur Schewtschenko sind", strich Sergej Rebrow, Torschütze zum 2:0, die Leistung des gesamten Teams hervor.
"Jeder außerhalb der Ukraine kennt Andrej Schewtschenko, aber Fußball ist ein Mannschaftssport. Jeder Spieler unseres Teams hat heute seinen individuellen Beitrag zum Sieg geleistet. Nur so kann man Erfolg haben. Ich bin stolz auf unsere Leistung", betonte Rebrow. Auch Maxim Kalinitschenko, der das 4:0 besorgte und als "Man of the Match" ausgezeichnet wurde, schlug in dieselbe Kerbe: "Es ist wichtig, nicht nur von einem Spieler zu reden."
Sogar Schewtschenko, der mit dem dritten Treffer für die Entscheidung und vor der WM mit seinem 30 Millionen-Pfund-Transfer (44,0 Mio. Euro) von AC Milan zu Chelsea für Schlagzeilen gesorgt hatte, gestand nach dem Spiel: "Wenn man sieht, dass alle vier Tore von vier verschiedenen Spielern erzielt worden sind, dann ist dies ein Beweis dafür, dass ich nicht wirklich wichtig bin."
Trainer Oleg Blochin verglich die überzeugende Vorstellung seiner Mannschaft dagegen mit einem Märchen: "Es war ein bisschen wie bei Aschenputtel. Das Mäuschen hat sich in einen tollen Coach und die anderen Tiere in wundervolle Pferde verwandelt. Genau das ist heute passiert." Danach geriet der ehemalige Weltklassekicker, der seine Karriere u.a. bei Vorwärts Steyr hatte ausklingen lassen, ins Schwärmen: "Wir wussten, was auf dem Spiel stand, und haben trotzdem großartige Arbeit geleistet. Wenn wir so weitermachen, können wir noch viel erreichen."
Während der WM-Debütant sich nun auch in seinem abschließenden Match in der Gruppe H als geschlossenes Team präsentieren und mit einem weiteren Sieg über Tunesien den Achtelfinaleinzug fixieren will, kann Saudi-Arabien nur noch ein Wunder vor dem Ausscheiden bewahren. Die Mannschaft von Brasiliens Coach Marcos Paqueta, die im ersten Match nach 2:1-Führung ein 2:2 gegen Tunesien erreicht hatte, müsste am Freitag ausgerechnet gegen die praktisch als Gruppensieger feststehenden Spanier ihren ersten WM-Sieg seit zwölf Jahren schaffen.
Doch damit nicht genug: Angesichts des Torverhältnisses von 2:6 brauchen die Saudis auch noch einen deutlichen Erfolg über die Iberer und müssen zudem noch auf einen knappen Erfolg der nach dem 1:3 gegen die Spanier punktgleichen Tunesier (Torverhältnis: 3:5) hoffen. Erst ab einem Triumph mit mindestens vier Toren Differenz der Araber über Spanien dürfte das Parallelspiel remis enden - doch an so eine Leistungsexplosion glaubt nicht einmal Paqueta. "Aber wir wollen uns wenigstens mit einer ordentlichen Vorstellung von der WM verabschieden", lautet deshalb die Zielsetzung des Teamchefs für das abschließende Match.
(apa/red)
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