Akoto beendet nach WM Team-Karriere: Togoer will weiter in Österreich spielen
- "Am liebsten würde ich zum GAK zurückkehren"
- 25-Jähriger könnte demnächst Österreicher werden

Das Match am Freitag gegen Frankreich bedeutet nicht nur Togos Abschied von der Fußball-WM 2006, sondern auch das Ende der Teamkarriere von Eric Akoto. "Nach der WM werde ich mich ausschließlich auf den Klub-Fußball konzentrieren", meinte der 25-Jährige im Gespräch mit der APA. Der Defensivmann möchte unbedingt weiterhin in Österreich spielen. "Am liebsten würde ich zum GAK zurückkehren", so Akoto.
Nach Akotos Einschätzung werden "sechs bis sieben" Spieler aus dem aktuellen Kader Togos nach der WM die Teamkarriere beenden. Obwohl Akoto erst 25 Jahre alt, gibt es für ihn schlagende Argumente für den Schluss-Strich: "Für einen in Europa tätigen Afrikaner bedeutet das Nationalteam sehr viel Stress. Ich habe 48 Mal im Nationalteam gespielt, das reicht mir."
Dass Teamchef Otto Pfister in den zwei bisherigen WM-Partien (1:2 Südkorea, 0:2 Schweiz) nicht auf ihn zurückgegriffen hat, kann Akoto nicht wirklich nachvollziehen. "Ich bin sauer, denn ich habe alle Qualifikationsspiele absolviert. Dann kommt ein neuer Trainer und setzt mich auf die Bank", so Akoto über den erst seit Ende Februar amtierenden deutschen Coach.
Pfister kündigte jedoch an, dass er im Frankreich-Match auch einigen bisherigen Reservisten eine WM-Chance geben möchte. Vielleicht auch Akoto, der nach seinem Vertragsaustritt bei der Admira seit dem Afrika-Cup im Jänner kein Bewerbsspiel mehr absolviert hat. "Ich kann Libero, Verteidiger und Mittelfeld spielen. Wenn mich der Trainer will, bin ich bereit."
Der in Perchtoldsdorf lebende Akoto geht davon aus, dass er in "zwei oder drei Monaten" die österreichische Staatsbürgerschaft erhält. Derzeit hat Akoto neben der togolesischen auch die ghanesische Staatsbürgerschaft. In der neuen Saison will Akoto wieder für den GAK spielen, so wie bereits zwischen 1998 und 2002. "Peter Svetits ist ein guter Freund von mir."
Dass die geforderten Prämien für die erfolgreiche Qualifikation von 50.000 Euro pro Mann endlich ausgezahlt werden, ist nach Ansicht von Akoto längst fällig: "In Afrika gibt es viele Länder mit Stars, die noch nie bei einer WM gespielt haben. Wir haben es als kleines Land geschafft, davon müssen wir doch profitieren."
(apa/red)
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