Mittwoch, 21. Juni 2006

Kreuzbandriss im rechten Knie: Für Englands Owen ist diese WM definitiv vorbei

  • Owen wusste "sofort, dass etwas nicht in Ordnung ist"

Für Englands Stürmerstar Michael Owen ist die WM 2006 vorzeitig vorbei. Nach dem englische Fußball-Verband FA bestätigte nun auch sein Klub Newcastle, dass sich der 26-Jährige im Spiel gegen Schweden einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Owen selbst berichtete zuvor, er habe "sofort, als es passierte", gewusst, dass etwas "nicht in Ordnung" gewesen sei. Es sei eine große Enttäuschung, so früh im Spiel auszuscheiden.

Nachdem erst vor wenigen Tagen Erleichterung über die Wunderheilung von Wayne Rooney geherrscht hatte, wird England damit bei der WM wieder von einem gravierenden Stürmer-Problem geplagt. "Das ist sehr traurig. Er ist einer jener Spieler, den man bei einem großen Turnier braucht", erklärte Kapitän David Beckham.

Owen war nach einem Mittelfußbruch am Silvestertag des Vorjahres erst kurz vor der WM wieder fit geworden. Zwar hatte der 26-Jährige in den beiden vorangegangenen WM-Partien gegen Paraguay und Trinidad & Tobago nicht überzeugt, die Erfahrung und Klasse des 36-fachen Team-Torschützen wird England aber schmerzlich vermissen.

Englands Teamchef Sven-Göran Eriksson zittert nun vor dem Achtelfinale gegen Ecuador um die Gesundheit seiner verbliebenen Stürmer. Nach dem Ausfall von Owen bleiben ihm noch Rooney, der sich zwar wieder seiner Form nähert, aber noch nicht Kraft für 90 Minuten hat, Peter Crouch, der weiter wie ein Fremdkörper in der Mannschaft wirkt, sowie der 17-Jährige Theo Walcott, der bisher einmal in einem Länderspiel eingewechselt wurde und noch nie in der Premier League gespielt hat.

(apa/red)

21.6.2006 17:07