Nach 2:1-Sieg vs. Mexiko in Verlängerung: Argentinien im kollektiven Freudentaumel
- Mexiko zum vierten Mal in Folge im Achtelfinale out
- Maradona: 'Vs Deutsche Partie der Weltmeisterschaft'
·Argentinien zittert sich ins Viertelfinale
2:1-Sieg über starkes Mexiko in Verlängerung
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Mexikaner überraschend stark - 'Gauchos' siegen
Argentiniens Fans und Spieler jubelten, als hätten sie bereits den Pokal gewonnen - doch war es erst der Aufstieg ins WM-Viertelfinale, den die "Albiceleste" gegen Mexiko erst nach einem 2:1-Sieg nach Verlängerung sichergestellt hatte. "Ich bin völlig durchgeschwitzt, als ob ich selbst gespielt hätte", war auch Legende Diego Maradona auf der Tribüne geschafft. Auch am kommenden Freitag in Berlin wird die "Hand Gottes" wohl gute Nerven brauchen, wartet mit Gastgeber Deutschland nun ein wiedererstarkter "Großer" des Internationalen Fußballs.
"Gegen Deutschland wird es hart, sehr hart. Sie haben gut gespielt, sie haben ein sehr gutes Mittelfeld und sie sind die Gastgeber. Argentinien muss sich sehr auf dieses Spiel konzentrieren, um es zu überstehen. Das Spiel gegen Deutschland wird die Partie der Weltmeisterschaft", meinte der Weltmeister von 1986, der dem Siegtorschützen Maxi Rodriguez seine "göttlichen" Kräfte verlieh: "Das Tor von Maxi haben wir mit einer unglaublichen Freude gefeiert. Ich habe ihm meine linke Hand (Maradonas so genannte "Hand Gottes", Anm.) gereicht, Gott sei Dank hat er sie festgehalten."
Argentiniens Teamchef Jose Pekerman sah die Partie freilich nüchterner: "Die beiden Teams kennen einander sehr gut, vielleicht war das der Grund, warum sie sich lange Zeit neutralisiert haben." Vor allem die starke Ersatzbank des zweifachen Weltmeisters hätte den Unterschied ausgemacht. "Argentinien ist zu jeder Zeit in der Lage, ein Tor zu schießen. Wir können sehr variantenreich spielen."
Im Match gegen den Gastgeber erwartet der 56-Jährige einen "schweren Gegner", glaubt aber, dass der Sieg gegen Mexiko "uns stärken wird und uns als Team noch weiter wachsen lässt". Goldtorschütze Rodriguez blieb ebenfalls selbstbewusst. "Deutschland ist ein harter Gegner. Wir müssen jedoch an uns selbst denken und an uns glauben. Argentinien ist in der Lage, jeden zu schlagen", richtete der 25-Jährige eine Warnung an die Klinsmann-Elf.
Für Mexiko ist Deutschland weiterhin kein guter Boden für Spiele gegen Argentinien. Nach dem Halbfinal-Aus im Elfmeterschießen des Confederation-Cups im Vorjahr scheiterte "El Tri" wieder erst nach mehr als 90 Minuten am zweifachen Weltmeister. "Wieder einmal hatte die Mannschaft Mumm, und zwar mehr als genug. Sie spielte wie nie gegen einen Großen. Aber sie verlor wie immer bei den großen Veranstaltungen", schrieb die Zeitung "El Norte" am Sonntag. Zum vierten Mal in Folge verabschiedeten sich die Mittelamerikaner im Achtelfinale einer WM.
Teamchef Ricardo La Volpe haderte vor allem mit dem Verletzungspech. "Wir konnten nicht alles ausschöpfen, was wir wollten, da wir verletzungsbedingt auswechseln mussten. Unsere Ersatzspieler konnten einfach nicht dasselbe leisten wie bei Argentinien ein Lionel Messi oder ein Pablo Aimar."
Der Vertrag des Argentiniers, der sich in seinen dreieinhalb Jahren Amtszeit nicht nur Freunde gemacht hat, endet mit dem WM-Out. "Ich würde gerne im Amt bleiben und meine Ideen weiter verfolgen. In der ganzen Welt weiß man, dass Mexiko guten Fußball spielen kann. Gegen Argentinien waren wir dem Gegner ebenbürtig, das muss einfach anerkannt werden", meinte La Volpe.
(apa/red)
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