WM-Randale und kein Ende: Mehr als 300 englische Fans in Stuttgart festgesetzt!
- Polizeieinsatz in der Innenstadt: Platzverweise erteilt
- Deutsche & Briten haben sich gegenseitig provouziert
In Stuttgart ist es nach den ersten Achtelfinalspielen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen deutschen und englischen Fans gekommen. Insgesamt seien 378 zumeist englische Fans in Gewahrsam genommen worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Die meisten seien in der Nacht wieder entlassen worden. Gegen sie sei ein Platzverweis verhängt worden.
Die englischen Fußballanhänger dürfen demnach die Innenstadt bis Montagmorgen nicht betreten. Bereits in der Nacht auf Samstag waren in der Stadt, in der das Achtelfinalspiel England-Ecuador stattfindet, 122 englische Fans wegen Randalierens festgenommen worden. 82 von ihnen müssen nach richterlicher Anordnung bis Montag in Gewahrsam bleiben.
Am Samstagabend hatten nach dem Spiel Deutschland gegen Schweden zunächst etwa 500 Engländer auf Treppenstufen in der Stuttgarter Innenstadt gesessen. Deutsche Fans seien vorbeigekommen, beide Gruppen hätten sich gegenseitig provoziert und seien aufeinander losgegangen. Die Polizei, die mit einer Reiterstaffel im Einsatz war, trennte die Randalierenden auf dem Schlossplatz in der Innenstadt.
Polizeikordons wurden zwischen die Fangruppen postiert. Die mit Schutzanzügen, Helmen und Schlagstöcken ausgerüsteten Polizisten kesselten schließlich die englischen Fans ein. Aus deren Reihen wurden aber mehrfach Bierbecher und vereinzelt auch Stühle auf Polizisten geworfen, so dass die Polizei schließlich die gesamte Gruppe nach und nach in Gewahrsam nahm.
Für zwei britische Schlachtenbummler hat die geplante Reise zum Achtelfinalspiel ihrer Mannschaft gegen Ecuador schon in München ihr Ende gefunden. Wie die Bundespolizei mitteilte, waren die beiden Briten bereits am Samstag bei der Einreise am Münchner Flughafen aus dem Verkehr gezogen und zurück nach London geschickt worden. Beide waren den Angaben zufolge bereits in der Vergangenheit wegen gefährlicher Körperverletzung und Aufruhr polizeilich in Erscheinung getreten.
(apa)
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