Mittwoch, 21. Juni 2006

"Ich kann sehr lange kämpfen": Kapitel Red Bull für Markus Schopp noch nicht erledigt

  • Ex-Kapitän kann sich Rückkehr nach Italien vorstellen
  • Mit Tschechen Pitak nächste Bullen-Neuverpflichtung

Obwohl vom Star-Betreuer-Duo Giovanni Trapattoni/Lothar Matthäus bereits ausgemustert, hat Markus Schopp das Kapitel Red Bull Salzburg noch nicht abgehakt. "Die Sache ist für mich noch nicht abgeschlossen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr lange kämpfen kann", so der ÖFB-Teamspieler.

Schopp muss derzeit wie u.a. auch Alexander Manninger abseits der Salzburger Mannschaft auf eigene Faust trainieren. "Wir sind quasi die 'Ausgestoßenen'. Ideallösung ist das natürlich keine." Einen "endgültigen Schritt" gibt es also laut Schopp noch nicht, der 32-Jährige will nun die weiteren Reaktionen von Red-Bull-Seite abwarten.

Zum wahrscheinlichen Fall eines Vereinswechsels meinte Schopp: "Österreich ist für mich keine absolute Bedingung. Außerdem würde es da punkto Vorbereitung schon sehr eng werden. Aber Nationen wie Italien nehmen die Vorbereitung ja erst Mitte Juli auf." Der langjährige Brescia-Spieler (Herbst 2001 bis Sommer 2005) kann sich also auch eine Rückkehr in die Serie A gut vorstellen.

Apropos Italien, die "Squadra Azzurra" ist für Schopp "ein ganz heißer Titelkandidat". "Sie haben alle Positionen doppelt besetzt und Gattuso ist auch wieder fit", so Schopp.

Der derzeitige Schiedsrichter-Skandal im Land des dreifachen Weltmeisters ist für den Kenner der italienischen Szene nur bedingt überraschend. "In Italien passieren ja immer wieder gewisse Dinge. Das Ausmaß der ganzen Geschichte ist aber schon überraschend, denn es sind sehr viele große Vereine verwickelt. Und es schaut so aus, als würde es keinen Spielraum mehr für Begnadigungen geben. Bisher hat man bei derartigen Sachen in Italien immer Zwischenlösungen gefunden, anscheinend soll jetzt aber reiner Tisch gemacht werden."

Nächste Neuverpflichtung
Salzburg hat unterdessen einen weiteren Legionär verpflichtet. Mit dem 26-jährigen Tschechen Karel Pitak wechselte der bisherig Kapitän des tschechischen Erstligisten Slavia Prag zu den Salzburgern. Laut der Homepage des tschechischen Vereins soll die Ablösesumme bei 25 Millionen tschechischen Kronen (875.258 Euro) liegen. Der Vertrag mit dem 1,81 m großen und 72 kg schweren Spieler läuft über drei Jahre.

Pitak bestritt bereits zwei Testspiele für die "Bullen", in denen er vier Treffer erzielte. Der technisch starke Mittelfeldspieler absolvierte ein Länderspiel für Tschechien, in den vergangenen fünf Saisonen bestritt Pitak für Slavia insgesamt 121 Spiele, in denen er 30 Tore erzielte.

Mario Posch ab sofort Leiter der Sturm-Akademie
Mario Posch kehrt zu Sturm Graz zurück. Der 38-Jährige leitet ab sofort die Akademie des steirischen Fußballklubs. Das teilten die Grazer am Mittwoch in einer Presseaussendung mit. Der ehemalige Deutschland-Legionär (Uerdingen) war zuletzt als Trainer bei Schwanenstadt tätig. Der ehemalige Sturm-Kicker hatte bereits vor seinem Engagement in der Red Zac Ersten Liga im Nachwuchs der "Blackys" gearbeitet.
(apa/red)

21.6.2006 18:27