Donnerstag, 22. Juni 2006

Salzburg bleibt im Olympia-Rennen für 2014: Offizieller Status als Kandidaten-Stadt

  • Daneben nur noch Sotschi und Pyeongchang dabei
  • Almaty, Borjomi, Jaca und Sofia ausgeschieden

Salzburg ist nach vier Jahren erneut offizielle Kandidatenstadt für die Olympischen Winterspiele 2014. Das teilte IOC-Präsident Jacques Rogge vor rund 350 Angehörigen der einzelnen Delegationen in Lausanne mit. Neben Salzburg sind noch Pyeongchang (Südkorea), und Sotschi (Russland) im letzten Rennen um die Austragung der Spiele. Ausgeschieden sind Almaty (Kasachstan), Borjomi (Georgien), Jaca (Spanien) und Sofia (Bulgarien).

Der österreichische Kandidat ist in dieser Phase als klarer Sieger hervorgegangen. Im letzten Ranking des IOC lag die Mozartstadt auf einer Skala mit maximal zehn Zählern bei 8,5 Punkten, Pyeongchang erreichte 8,1 Zähler, Sotschi lag mit 7,1 Punkten schon sichtlich zurück. Salzburg wurde in den Bereichen Erfahrung, Infrastruktur, Olympische Dörfer, Umweltbedingungen und Auswirkungen auf die Umwelt, Transport, Sportstätten, Erfahrung und Nachhaltigkeit zum Teil deutlich besser als die Mitbewerber bewertet. "Nur bei der öffentlichen Meinung haben wir geschwächelt", nannte Bürgermeister Heinz Schaden den Schwachpunkt.

Er hoffe aber doch, dass nun ein Ruck durch die Massen gehe. "Ein bisserl stolz sollte man schon sein", so der Bürgermeister. "Das Feuer kann man entfachen", zeigte sich auch Landeshauptfrau Gabi Burgstaller zuversichtlich.

Entscheidung fällt in der ersten Juliwoche 2007
Alles andere wäre für Salzburg eine bitterböse Überraschung gewesen, wird doch die Mozartstadt immer noch als größter Favorit genannt. Vor allem das kompakte Konzept mit zwei nicht weit voneinander entfernten Zentren (Stadt Salzburg mit den Eis-Bewerben und der Pongau mit den Schnee-Bewerben) wurde hoch gelobt. Aber auch Pyeongchang und Sotschi sind aussichtsreiche Kandidaten. Die koreanische Stadt war vor vier Jahren nur hauchdünn von Vancouver geschlagen worden, Sotschi erfreut sich massiver Unterstützung durch Russlands Präsidenten Vladimir Putin.

Salzburgs Bewerbungsteam darf nun auch die Olympischen Ringe im Logo führen und ab 1. Oktober zudem international die Werbetrommel gerührt werden. Bis dahin ist das nur auf nationaler Ebene erlaubt. Bis zum 1. Februar 2007 müssen die drei Kandidaten das ausführliche zweite Bewerbungsdokument beim IOC abgeben, danach besichtigt die Evaluierungskommission alle möglichen Austragungsstätten und Örtlichkeiten. Die definitive Entscheidung fällt dann in der ersten Juliwoche 2007 in Guatemala-City.

(apa/red)

22.6.2006 16:28